Schlacht von Varaville
Zweiter Feldzug Heinrichs I. gegen Wilhelm von der Normandie · Varaville (Calvados), ~15–20 km nordöstlich von Caen; Damm von Varaville / Dives; Wald von Bavent; Hügel Basbourg (Wikipedia FR)
Zusammenfassung
Im August 1057 starteten Heinrich I. und Geoffrey Martel eine zweite Expedition in die Normandie und erreichten die Dives-Mündung. Die französisch-angevinische Armee nutzt die Ebbe und beginnt mit der Überquerung, doch die Vorhut kommt vorbei, bevor die Nachhut das Watt überqueren kann. Wilhelm der Bastard greift, von seinen Spähern informiert, die verstorbene Abteilung an: Die normannische Kavallerie zerschmettert die noch verstreuten Truppen, erbeutet das Gepäck und wirft viele Ritter in den anschwellenden Fluss. Datumskorrektur: Gefecht am 22. März 1057 (nicht „August 1057“ als Kampf). Quellen: Wace; Wilhelm von Poitiers; Wilhelm von Jumièges (Wikipedia FR).
Historischer Kontext
Nach Mortemer wollte Heinrich I. sein Ansehen wiederherstellen und koordinierte mit Geoffrey Martel eine Kampagne, die darauf abzielte, sich den aufständischen Verbündeten von Cotentin anzuschließen. Die Armee muss die Dives bei Varaville überqueren, eine heikle Passage, die den Gezeiten unterliegt. Guillaume, der die feindlichen Bewegungen genau beobachtet, lässt die Vorhut passieren, um die zweite Kolonne bestehend aus Konvois und Angevin-Kontingenten zu isolieren. Datumskorrektur: Gefecht am 22. März 1057 (nicht „August 1057“ als Kampf). Quellen: Wace; Wilhelm von Poitiers; Wilhelm von Jumièges (Wikipedia FR).
Taktik
Korrektur (Wikipedia FR Varaville): keine erfundenen „berittenen Bogenschützen“. Wilhelm in Falaise lässt zuerst verwüsten; einige hundert Ritter + Bauern nach Troarn / Bavent. Enger Damm (~4 km); Flanke über Robehomme/Petiville; Schlag gegen die Nachhut (Graf von Berry); morsches Holzbrücke über die Dives bricht; Ertrinkende; Heinrich hilflos auf Basbourg. Frieden 1059 (Tillières); Heinrich 1060 tot — Weg nach 1066 offen. Korrektur (Wikipedia FR Varaville): keine erfundenen „berittenen Bogenschützen“. Wilhelm in Falaise lässt zuerst verwüsten; einige hundert Ritter + Bauern nach Troarn / Bavent. Enger Damm (~4 km); Flanke über Robehomme/Petiville; Schlag gegen die Nachhut (Graf von Berry); morsches Holzbrücke über die Dives bricht; Ertrinkende; Heinrich hilflos auf Basbourg. Frieden 1059 (Tillières); Heinrich 1060 tot — Weg nach 1066 offen.
Folgen
Das Debakel führte zur ungeordneten Flucht der königlichen Armee nach Hiémois. Heinrich I. gab jeden Invasionsplan endgültig auf, während Geoffrey Martel die meisten seiner Ritter in der Flussmündung verlor. Die Normandie ging politisch und militärisch gestärkt hervor und ebnete den Weg für Williams äußere Bestätigung einige Jahre später. Datumskorrektur: Gefecht am 22. März 1057 (nicht „August 1057“ als Kampf). Quellen: Wace; Wilhelm von Poitiers; Wilhelm von Jumièges (Wikipedia FR).