Schlacht von Moncontour
Feudaler Konflikt zwischen den Grafschaften Blois und Anjou · Moncontour (Poitou); Wikipedia FR (Geoffroy II.) nennt keinen exakten Ort — Traditionen: Umgebung Moncontour / Saint-Jouin-de-Marnes (Dive)
Zusammenfassung
Im Jahr 1033 besiegte Gottfried Martell, Sohn Fulkos Nerra und Graf von Vendôme, Wilhelm VI. den Dicken, Herzog von Aquitanien und Graf von Poitiers, bei Moncontour im Poitou. Der Sieg öffnete ihm die Saintonge, die er einnahm. Die Chroniken überliefern weder die eingesetzten Truppenstärken noch den taktischen Verlauf des Zusammenstoßes.
Historischer Kontext
Gottfried Martell bestritt die aquitanische Herrschaft über die südlichen Marken des Anjou. Seine Ehe mit Agnes von Burgund, Witwe Herzog Wilhelms V. des Großen, gab ihm einen Anspruch, in die aquitanische Erbfolge gegen Wilhelm VI. einzugreifen, den Sohn aus einer früheren Ehe des verstorbenen Herzogs. Moncontour gehört in diesen von Agnes geförderten Streit.
Taktik
Die Chroniken überliefern weder den taktischen Verlauf des Gefechts noch die eingesetzten Stärken. Feststeht das Ergebnis: Wilhelm VI. der Dicke wurde geschlagen und gefangen genommen und blieb mehrere Jahre in Haft, ehe er freikam, während Gottfried Martell die Saintonge einnahm und den angevinischen Einfluss südlich der Loire ausdehnte.
Folgen
Wilhelm VI. wurde geschlagen, und Gottfried Martell nahm die Saintonge ein, womit er den angevinischen Einfluss südlich der Loire ausdehnte. Der genaue Umfang des Gefechts und das Schicksal der Besiegten sind in den Quellen nicht ausgeführt.
Standort
Quellen
Dieser Eintrag stützt sich auf die folgenden Nachweise.
- Geoffroy II d'Anjou Wikipédia (fr)
- Geoffroy II d'Anjou Wikipédia (fr)