7. September 1706
Seit dem 14. Mai 1706 vom französisch-spanischen Heer belagert, erleidet Turin, die Hauptstadt des Herzogtums Savoyen, Beschuss und Minenkrieg, doch seine Zitadelle hält stand. Das kaiserliche Heer des Prinzen Eugen von Savoyen bricht von der Etsch auf, zieht in Eilmärschen das rechte Po-Ufer hinauf, vereinigt sich Ende August mit der Kavallerie Viktor Amadeus’ II. und umgeht dann die Stadt, um die französischen Linien von Westen her, zwischen Dora Riparia und Stura, anzugreifen. Am 7. September werden die Franzosen, zwischen diesem Angriff und einem Ausfall der Belagerten eingeklemmt, durchbrochen und ziehen sich ungeordnet nach Pinerolo zurück. Die Einschließung bricht innerhalb weniger Stunden zusammen.