Schlacht von Villers-Bretonneux
Erster Weltkrieg – Westfront · Villers-Bretonneux, Somme, Frankreich
Zusammenfassung
Am 24. April 1918 starteten deutsche Truppen einen massiven Angriff auf Villers-Bretonneux, eroberten die Stadt und bedrohten Amiens. An diesem Abend starteten französische und australische Truppen einen kühnen nächtlichen Gegenangriff. Am Morgen des 25. hatten sie die Kontrolle über die Stadt zurückerobert. Dies war das erste Panzer-gegen-Panzer-Gefecht in der Geschichte zwischen britischen Mark IV- und deutschen A7V-Panzern.
Historischer Kontext
Villers-Bretonneux liegt an einer wichtigen strategischen Linie. Sein Fall hätte es den Deutschen ermöglicht, Amiens zu beobachten und zu bombardieren. Das schnelle Eingreifen französischer Streitkräfte (insbesondere Jäger à pied) an der Seite australischer Truppen zeigt die entscheidende Bedeutung dieser Position für die Logistik der Alliierten.
Taktik
Die Franzosen und Australier starteten in der Nacht einen Zangen-Gegenangriff und flankierten die deutschen Stellungen von Norden und Süden. Die Infanterie rückte ohne schwere Unterstützung in der Dunkelheit vor. Der koordinierte Einsatz von Artillerie, Panzern und Infanterie ermöglichte eine schnelle Wiederherstellung der Linie.
Folgen
Die Rückeroberung von Villers-Bretonneux war ein moralischer und strategischer Sieg. Es bremste die deutsche Offensive in diesem Sektor scharf aus. In beiden Ländern wurde der Mut der französischen und australischen Truppen gelobt. Die Stadt wurde zum Symbol der französisch-australischen Brüderlichkeit, die noch heute gefeiert wird.