Schlacht um Dresden
Krieg der Sechsten Koalition · Dresden, Königreich Sachsen, Rheinbund
Zusammenfassung
Am 26. und 27. August 1813 errang Napoleon in Dresden in Sachsen seinen letzten großen Sieg in Deutschland gegen die österreichisch-russisch-preußische Koalition. Die Alliierten verloren etwa 38.000 Mann, darunter Marschall Moreau, der im Kampf an der Seite der Russen durch eine französische Kanonenkugel getötet wurde. Napoleon konnte den Sieg aus Mangel an Kavallerie nicht ausnutzen.
Historischer Kontext
Nach der Niederlage Russlands im Jahr 1812 bildete sich die Sechste Koalition (Österreich, Preußen, Russland, Schweden) gegen Napoleon. Im August 1813 belagerten die Alliierten Dresden, die Hauptstadt des sächsischen Verbündeten Frankreichs. Napoleon marschierte in großer Zahl mit 120.000 Mann gegen 170.000 Koalitionstruppen, um die Belagerung zu lösen.
Taktik
Napoleon griff die alliierten Flügel an, während er die Mitte festhielt. Regen und schlammiger Boden schränkten die Wirksamkeit der französischen Kavallerie ein. Die Verbündeten unter Schwarzenberg zogen sich ungeordnet zurück; Moreau, ehemaliger französischer Marschall, der zum Feind wurde, wurde getötet. Napoleon marschierte in Dresden ein, verfolgte ihn jedoch aus Mangel an verfügbarer Kavallerie nicht.
Folgen
Taktischer Sieg ohne strategische Nachverfolgung: Die Alliierten gruppierten sich neu und besiegten isolierte französische Marschälle (Großbeeren, Dennewitz, Kulm). Dresden war Napoleons letzter großer Sieg in Deutschland vor Leipzig (Oktober 1813). Moreaus Tod symbolisierte das Ende möglicher Anhänger des Imperiums.