Schlacht von Combles
Erster Weltkrieg – Schlacht an der Somme · Combles, südöstlicher Somme-Sektor, Frankreich
Zusammenfassung
Die Schlacht von Combles war eine der letzten großen Aktionen an der Somme im Jahr 1916. Vom 25. bis 28. September starteten französische und britische Streitkräfte einen koordinierten Angriff, um die befestigte Stadt Combles, einen Schlüsselpunkt der deutschen Verteidigung südöstlich der Front, einzukreisen und einzunehmen. Nach massiver Artillerievorbereitung rückten französische Truppen aus dem Osten und Süden, britische Truppen und Dominion-Streitkräfte aus dem Westen und Norden vor. Straßenkämpfe, massiver Granateneinsatz und Artillerieunterstützung ermöglichten einen schnellen Fortschritt: Überwältigt verließen die Deutschen die Stadt, die am 26. September eingenommen wurde. Der Sieg bei Combles öffnete den Weg nach Bapaume und schwächte die gesamten deutschen Dispositionen in der Region.
Historischer Kontext
Seit Juli 1916 war Combles, befestigt durch ein Netz aus Schützengräben, unterirdischen Schutzräumen und Blockhäusern, eine strategische Schleuse südlich der Somme. Das Hauptquartier der Alliierten versuchte, den deutschen Widerstand zu beenden und die jüngsten Erfolge bei Guillemont und Ginchy auszunutzen. Die französisch-britische Koordination war vorbildlich: konvergierende Angriffe, Querfeuer, Luftunterstützung. Alliierte Truppen rückten erschöpft, aber entschlossen in Regen und Schlamm über das zerstörte Gelände vor. Das in Schutt und Asche gelegte Combles wurde bis zuletzt verteidigt, aber die deutschen Reserven waren zu schwach, um dem Druck standzuhalten. Die Einkreisung von Osten (Franzosen) und Norden (Briten) versperrte den Verteidigern den Rückzug und sie wurden in großer Zahl gefangen genommen.
Taktik
Die Offensive begann am 25. September mit heftigem Artilleriebeschuss, gefolgt von einem schnellen Vormarsch der französisch-britischen Infanterie. Die Franzosen griffen über Fregicourt und Rancourt an, die Briten über Lesbœufs und Morval. Straßen- und Grabenkämpfe waren gewalttätig: massiver Einsatz von Granaten, Flammenwerfern, Angriffe auf Blockhäuser und Keller. Schockeinheiten drangen aus mehreren Richtungen in die Stadt ein und störten die feindliche Verteidigung. Die alliierte Luftfahrt (Aufklärung, Jagdflieger, Bombardierung) half dabei, deutsche Verstärkungen im Rücken festzunageln. Die Deutschen versuchten einige Gegenangriffe, kapitulierten aber, nachdem sie eingekesselt waren, massenhaft. Die Räumung der mit Leichen, Fallen und Trümmern übersäten Stadt dauerte mehrere Tage.
Folgen
Die Einnahme von Combles war ein großer taktischer Sieg für die Alliierten, die eine der letzten deutschen Bastionen südlich der Somme eroberten. Die Mitarbeiter lobten die wesentliche französisch-britische Zusammenarbeit. Mehr als 2.000 deutsche Gefangene sowie zahlreiche Waffen und Ausrüstungsgegenstände wurden gefangen genommen. Die geschwächte deutsche Front musste sich auf neue Positionen zurückziehen und bereitete die Hindenburg-Linie von 1917 vor. Obwohl die Verluste hoch waren, verdeutlichten sie die Härte des Stellungskrieges: zerstörte Häuser, mit Sprengfallen übersäte Straßen, überall Leichen und Verwundete. Das völlig zerstörte Combles wurde zu einem wichtigen Ort der französisch-britischen Erinnerung. Die Schlacht inspirierte zu neuen Taktiken für kommende Offensiven, insbesondere zur Koordination kombinierter Waffen, zur Einkreisung und zur schnellen Ausnutzung von Durchbrüchen.