Kapitulation Ulms
Deutscher Feldzug (Krieg der Dritten Koalition) · Ulm, Bayern (Heiliges Römisches Reich)
Zusammenfassung
Vom 15. bis 20. Oktober 1805 kapitulierte die österreichische Armee von General Mack, etwa 27.000 Mann, ohne entscheidende Schlacht bei Ulm in Bayern. Auf einem Gewaltmarsch überflügelte Napoleon die österreichische Armee und durchschnitt deren Rückzugslinien. Mack ergab sich am 20. Oktober; 23 Generäle und 40 Farben wurden gefangen genommen. Ulm gilt als Musterbeispiel napoleonischer Strategiemanöver.
Historischer Kontext
Die Dritte Koalition (Österreich, Russland, Großbritannien) erklärte Frankreich 1805 den Krieg. Mack konzentrierte die österreichische Armee in Bayern, das mit Frankreich verbündet war, und glaubte, er würde Napoleon von Wien abschneiden. Napoleon gab das Rheinmanöver auf und marschierte mit großer Geschwindigkeit das rechte Donauufer hinunter, um Mack einzuschließen.
Taktik
Napoleon teilte seine Grande Armée in parallele Kolonnen, die auf Ulm zuliefen. Murat, Lannes und Soult versperrten den österreichischen Rückzugswegen. Mack versuchte mehrere Ausbrüche, die jedoch scheiterten; Die österreichischen Garnisonen kapitulierten nacheinander (Haslach, Elchingen). Am 20. Oktober kapitulierte Mack, wobei der größte Teil seiner Armee noch intakt, aber eingekesselt war.
Folgen
Frankreich eliminierte Österreich aus dem Konflikt, bevor Russland eintraf. Napoleon konnte sich Austerlitz zuwenden (2. Dezember 1805). Ulm demonstrierte eine Überlegenheit in Geschwindigkeit und Manövrierfähigkeit gegenüber roher Gewalt; Napoleon erklärte: „Ich habe die Österreicher durch meine Märsche besiegt.“ Die Kapitulation ohne große Schlacht bleibt in den Napoleonischen Kriegen einzigartig.