Schlacht von Somosierra
Halbinselkrieg · Somosierra-Pass, Sierra de Guadarrama, Spanien
Zusammenfassung
Um die Straße nach Madrid zu öffnen, befahl Napoleon einen Angriff auf die spanischen Schanzen, die den Somosierra-Pass verteidigten. Nach mehreren erfolglosen Infanterieangriffen befahl er einen mutigen Angriff der polnischen Garde-Jäger. Sie durchbrachen die feindlichen Linien, erbeuteten die Waffen und zwangen die Spanier zum Rückzug. Die Straße in die Hauptstadt wurde geräumt.
Historischer Kontext
Nach dem Aufstand im Mai 1808 und der Niederlage von Bailén intervenierte Napoleon persönlich in Spanien. Er marschierte mit 45.000 Mann nach Madrid. Benito de San Juan verteidigte die Schlucht von Somosierra mit 9.000 Spaniern und 16 Kanonen, die auf den steilen Straßenhöhen positioniert waren.
Taktik
Die französische Infanterie versuchte unter dem Beschuss der auf einer Anhöhe positionierten spanischen Batterien vorzurücken, wurde jedoch zurückgehalten. Ungeduldig befahl Napoleon einen frontalen Kavallerieangriff der polnischen Garde. In weniger als 15 Minuten wurden die vier spanischen Geschützlinien nacheinander angegriffen.
Folgen
Madrid fiel am 4. Dezember 1808; Joseph Bonaparte wurde wieder auf den Thron gesetzt. Somosierra wurde im Dienste Napoleons zum Symbol polnischer Tapferkeit. Der Angriff wurde von Horace Vernet gemalt und ging in die napoleonische Legende ein, obwohl Historiker über seinen tatsächlichen taktischen Nutzen streiten.