Schlacht von Arras
Schlacht um Frankreich (Zweiter Weltkrieg) · Arras, Pas-de-Calais, Frankreich
Zusammenfassung
Die Schlacht von Arras war ein Gegenangriff der Alliierten am 21. Mai 1940 gegen den deutschen Vorstoß in Richtung Ärmelkanal. Ziel war es, den Vormarsch der 7. Panzerdivision Rommels, die sich rasch auf die Küste zubewegte, zu stoppen. Französisch-britische Streitkräfte griffen in einer Zangenbewegung südlich von Arras an und überraschten die deutschen Vorhuten. Die gut gepanzerten britischen Panzer Matilda I und II verursachten zunächst schwere Verluste. Die Luftwaffe griff jedoch schnell ein und die deutschen Streitkräfte kesselten den Gegenangriff ein und stoppten seinen Schwung.
Historischer Kontext
Während die deutschen Truppen auf das Meer zustürmten, versuchte das Oberkommando der Alliierten, die Einkreisung des britischen Expeditionskorps und der französischen Armeen im Norden zu vermeiden. Um Arras herum wurde hastig ein Gegenangriff organisiert. Obwohl die französisch-britische Koordination rudimentär war, erzielte sie dennoch einen Überraschungseffekt. Es war auch einer der seltenen Fälle, in denen die Alliierten während des Debakels im Mai 1940 vorübergehend in die Offensive gingen.
Taktik
Der Angriff wurde in zwei Kolonnen durchgeführt, mit britischer Panzerung im Westen, unterstützt von motorisierter Infanterie. Die Matilda-Panzer überquerten langsam, aber gut geschützt die deutschen Frontlinien und lösten bei einigen Einheiten Panik aus. Rommel selbst wurde überrascht und sein Hauptquartier bedroht. Doch das Fehlen schwerer Artillerie und Luftunterstützung verhinderte einen bedeutenden Durchbruch. Die Ankunft von Stuka-Sturzbombern und die zahlenmäßige Überlegenheit Deutschlands kehrten die Dynamik schnell um. Am Ende des Tages wurde der Abzug angeordnet.
Folgen
Obwohl die Schlacht von Arras taktisch begrenzt war, löste sie beim deutschen Oberkommando eine gewisse Besorgnis aus. Rommel übertrieb sogar die Größe der alliierten Streitkräfte, was dazu beitrug, dass Hitler beschloss, den Vormarsch auf Dünkirchen vorübergehend zu stoppen, was später die Evakuierung erleichterte. Strategisch gesehen gelang es der Aktion nicht, die Einkesselung zu durchbrechen, aber sie zeigte, dass Blitzkrieg gegen eine entschlossene Verteidigung und geeignete Panzer nicht unfehlbar war.