Schlacht von Arcis-sur-Aube
Feldzug von Frankreich · Arcis-sur-Aube, Aube, Frankreich
Zusammenfassung
Napoleon versuchte, Schwarzenbergs Armee bei Arcis-sur-Aube zu überraschen. Er marschierte in dem Glauben ein, nur einer Nachhut gegenüberzustehen, entdeckte jedoch zu spät, dass er es mit der Hauptarmee der Alliierten zu tun hatte. Am 20. März schlugen die Franzosen feindliche Außenposten zurück, waren aber am nächsten Tag zahlenmäßig deutlich unterlegen. Napoleon befahl daraufhin einen geordneten Rückzug, der von Sébastianis Kavallerie gedeckt wurde.
Historischer Kontext
Nach dem Sieg bei Reims wandte sich Napoleon nach Südosten, um Schwarzenbergs Kommunikationslinie zu unterbrechen. Er zielte auf Saint-Dizier, musste aber zunächst Arcis zurückerobern. Da er schlecht informiert war, glaubte er, er könne eine isolierte Abteilung zerschlagen. In Wirklichkeit hatte Schwarzenberg seine gesamte Armee in der Region konzentriert. Dieser Fehler zwang Napoleon, seine zentralen Manöverpläne aufzugeben.
Taktik
Am 20. März ergriff Napoleon die Initiative mit einem schnellen Angriff auf die von seinen Truppen besetzte Stadt. Doch am 21. offenbarte die Aufklärung eine massive Konzentration alliierter Streitkräfte. Napoleon organisierte die Verteidigung mit seiner Garde und Kavallerie und befahl dann einen schrittweisen Rückzug. Sébastiani verlangsamte den feindlichen Vormarsch mit Kavallerieangriffen und vermied so eine Einkesselung.
Folgen
Die Schlacht war keine Niederlage, sondern markierte das Ende von Napoleons Offensivambitionen in diesem Feldzug. Sein Rückzug nach Saint-Dizier war ein Eingeständnis seiner strategischen Ohnmacht. Die Alliierten könnten dann freier auf Paris marschieren. Die bereits geschwächte französische Moral verschlechterte sich weiter.