Schlacht bei Stockach
Krieg der Zweiten Koalition · Stockach, Baden-Württemberg, Deutschland
Zusammenfassung
Französische Niederlage am 25. März 1799 bei Stockach (Baden-Württemberg): Jourdan wurde bei Wiederaufnahme des Zweiten Koalitionskrieges von Erzherzog Karl geschlagen. Karls entschlossenes Eingreifen und die österreichische Überlegenheit zwangen die Donauarmee zum Rückzug in Richtung Rhein.
Historischer Kontext
Am 25. März 1799, während der Zweiten Koalitionskriege, stand Jourdans französische Donauarmee (ca. 40.000 Mann) der österreichischen Armee von Erzherzog Karl in Schwaben gegenüber. Nach dem Vertrag von Campo Formio hatte Frankreich seine Grenzen auf das linke Rheinufer verschoben; Österreich war besorgt, hatte seine Armee auf 353.000 Mann verstärkt und bildete eine neue Koalition.
Taktik
Jourdans Donauarmee, bestehend aus drei Divisionen (Ferino, Souham, Gouvion Saint-Cyr) und Lefebvres Vorhut, stand Erzherzog Karl gegenüber, der persönlich die Hauptkämpfe führte. Die Alliierten nutzten ihre zahlenmäßige Überlegenheit und bessere Koordination, um die französischen Linien zu durchbrechen und Jourdan zum Rückzug zu zwingen.
Folgen
Die Franzosen wurden besiegt und an den Rhein zurückgedrängt. Das persönliche Engagement von Erzherzog Karl im Herzen der Schlacht ermöglichte das Eintreffen österreichischer Verstärkung. Diese Niederlage markierte einen strategischen französischen Rückschlag im Südwesten Deutschlands und kündigte weitere Rückschläge im Feldzug von 1799 an, da dem Direktorium die Mittel für die Ausrüstung von Wehrpflichtigen fehlten.