Schlacht von Spinges
Spanischer Erbfolgekrieg · Spinges (Südtirol, heutiges Italien)
Zusammenfassung
Im Rahmen des Bayern- und Tiroler Feldzugs versuchen französische Truppen, Tirol zu überqueren, um sich den Bayern anzuschließen. Bei Spinges wird eine kleine französische Abteilung von lokalen Milizen, die von kaiserlichen Truppen unterstützt werden, in einer Enge überrascht. Die Franzosen sind in Wald- und Berggebieten gefangen, die sie nur schlecht kontrollieren, und erleiden schwere Verluste, bevor sie sich zurückziehen.
Historischer Kontext
Frankreich unterstützt die bayerischen Ambitionen gegen das Kaiserreich. Um eine Front in Tirol zu eröffnen, überqueren mehrere französische Kolonnen die Alpenpässe. Spinges wird für die Tiroler zum unerwarteten Widerstandspunkt.
Taktik
Tiroler Milizen, erstmals 1703 im Rahmen des Edikts von 1511 mobilisiert, schlugen französische und bayerische Truppen an der Pontlatzer Brücke bei Landeck zurück. Hinterhalt in bergigem, bewaldetem Gelände: Die defensive Überlegenheit der Tiroler liegt auf einer Anhöhe und umzingelt die für alpine Manöver schlecht ausgerüsteten Franzosen.
Folgen
Das Scheitern des französischen und bayerischen Einmarsches in Tirol im Jahr 1703, der von örtlichen Milizen (insbesondere in Landeck) abgewehrt wurde, markierte das Ende des Alpendurchbruchversuchs. Der Tiroler Aufstand, der am 26. Juli 1703 (dem Tag der Heiligen Anna) befreit wurde, steigerte das Ansehen der Milizen und ermöglichte es den Österreichern, die Initiative in der Region zurückzugewinnen.