Schlacht bei Speyerbach
Spanischer Erbfolgekrieg · In der Nähe von Speyer, Pfalz (heutiges Deutschland)
Zusammenfassung
Um den Vormarsch der Franzosen in der Pfalz abzuwehren, greift die kaiserliche Armee Tallards linken Flügel am Speyerbach an. Trotz des anfänglichen Überraschungseffekts gruppieren die Franzosen ihre Linien schnell neu und führen einen Gegenangriff mit beeindruckender Effizienz durch. Gut geführte französische Kavallerie spielt eine entscheidende Rolle bei der Abwehr und Zerstreuung kaiserlicher Truppen.
Historischer Kontext
Am 15. November 1703, während Tallards Belagerung von Landau, lagerte eine österreichisch-niederländische Entsatzarmee (Nassau-Weilburg, Hessen-Kassel) südlich des Speyerbachs. Tallard überraschte dieses Lager mittags, während der alliierte Stab bei einer kaiserlichen Feier abwesend war, und ebnete den Weg für Landaus Kapitulation am selben Abend.
Taktik
Tallard griff gegen Mittag überraschend mit 14 Bataillonen am linken Ufer an, durchbrach trotz des Kavallerie-Gegenangriffs von Nassau-Weilburg die Linien der Alliierten, dann brach die französische Infanterie durch die Mitte ein. Die Schlacht kostete auf jeder Seite rund 4.000 Opfer; Die Alliierten ließen 2.000 Gefangene, 23 Kanonen und 50 Flaggen auf dem Schlachtfeld zurück.
Folgen
Der Sieg festigt Frankreichs strategische Position in Süddeutschland. Tallard gewinnt an Ansehen, das ihn 1704 zum Befehlshaber an der Seite der Bayern führen wird … vor der Katastrophe von Blenheim.