Schlacht von Palestro
Zweiter italienischer Unabhängigkeitskrieg · Palestro, Königreich Sardinien
Zusammenfassung
In der Schlacht von Palestro standen französisch-sardische Truppen unter dem Kommando von General Mac Mahon und seinem Untergebenen La Motte Rouge der österreichischen Armee von General Zobel gegenüber. Strategisches Ziel: Sicherung des Schlüsselübergangs auf Sesia, damit die alliierte Armee in Richtung Novara manövrieren kann. Der Frontalangriff französischer Einheiten in Kombination mit kühnen Flankenmanövern der Zuaven überraschte die Österreicher. Die Anwesenheit von König Viktor Emanuel II. im Kampf steigerte die Moral. Der Feind wurde unter schweren Verlusten zurückgeschlagen.
Historischer Kontext
Napoleon III., ein Verbündeter des Königreichs Sardinien, verwickelte Frankreich in einen Krieg gegen Österreich, um die italienische Einigung zu unterstützen. Österreichische Streitkräfte in Verteidigungsposition in der Lombardei versuchten, den Vormarsch der Alliierten einzudämmen. Palestro auf Sesia stellte einen wichtigen Engpass dar, der den Einsatz von Mac Mahons Armee in der lombardischen Ebene ermöglichte. Der Einsatz war daher unerlässlich, um die Straße nach Novara zu öffnen und ein entscheidendes Engagement bei Magenta vorzubereiten.
Taktik
Im Morgengrauen überquerten französische Truppen den Cavour-Kanal und griffen österreichische Stellungen frontal an. Gleichzeitig überquerte die Zouaven-Kolonne die Furt und griff überraschend die österreichische Flanke an. Gut positionierte französische leichte Artillerie brachte die feindlichen Linien durcheinander. Die von Viktor Emanuel II. persönlich angeführten Sarden hielten Brückenköpfe und blockierten die Gegenoffensive. Die teilweise Einkesselung löste Panik in den österreichischen Reihen aus, die sich in Richtung Robbio zurückzogen.
Folgen
Der Sieg bei Palestro ebnete einige Tage später den Weg zur Schlacht von Magenta. Es stärkte das Ansehen von General Mac Mahon, der bald zum Marschall von Frankreich ernannt wurde. Es zeigte auch die taktische Wirksamkeit der französisch-sardischen Zusammenarbeit. Politisch festigte dieser Erfolg das Bündnis zwischen Paris und Turin, schwächte den österreichischen Einfluss auf Norditalien und brachte die italienische Einigung dem entscheidenden Sieg näher.