Schlacht von Montdidier–Noyon
Erster Weltkrieg – Westfront · Montdidier und Noyon, Somme/Oise, Frankreich
Zusammenfassung
Nachdem die Deutschen am 21. März die britischen Linien an der Somme durchbrochen hatten, nutzten sie ihren Erfolg in Richtung Süden. Ab dem 23. März bezog die französische Sechste Armee Stellung, um Amiens zu schützen und eine Kreuzung zwischen den deutschen Fronten und den sich zurückziehenden britischen Linien zu verhindern. Um Montdidier und Noyon kam es zu heftigen Kämpfen, bei denen die Franzosen die Deutschen unter hohem Schaden aufhielten.
Historischer Kontext
Ziel der Operation Michael war es, die Linien der Alliierten vor dem massiven Einmarsch amerikanischer Truppen zu durchbrechen. War zunächst die britische Armee das Hauptziel, intervenierte Frankreich schnell, um die Front zu stabilisieren und den Zugang zu Paris und Amiens zu schützen. Diese Gefechte leiteten die enge französisch-britische Koordination ein, die in der einheitlichen Führung von Foch gipfeln sollte.
Taktik
Die Franzosen organisierten eine tiefgreifende Verteidigung mit lokalen, von Artillerie unterstützten Gegenangriffen. Französische Schwadronen bedrängten feindliche Kolonnen, während Infanterie den deutschen Vormarsch verlangsamte, indem sie die Höhen fest verteidigte. Schneider- und Saint-Chamond-Panzer wurden sporadisch zum Gegenangriff auf Durchbrüche eingesetzt.
Folgen
Der deutsche Vormarsch verlangsamte sich angesichts des französischen Widerstands. Die Front wurde südlich der Aisne stabilisiert, allerdings um den Preis schwerer Verluste. Diese Schlacht unterstrich die Fähigkeit Frankreichs, schnell auf einen strategischen Durchbruch zu reagieren. Es trug zur Schaffung eines einheitlichen Kommandos bei, das wenige Tage später Foch übertragen wurde.