Schlacht am Matz
Erster Weltkrieg – Westfront · Region Matz, Oise, Frankreich
Zusammenfassung
In der Schlacht am Matz trafen die französischen Truppen von General Mangin auf deutsche Truppen in der Oise zwischen Montdidier und Noyon. Nach einem ersten deutschen Durchbruch am 9. Juni organisierte Mangin ab dem 11. Juni einen überraschenden Gegenangriff. Dank der schnellen Konzentration der Truppen und des geschickten Einsatzes der Artillerie erlangten die Franzosen die Kontrolle über das Gelände zurück. Diese Schlacht markiert einen Wendepunkt: Den deutschen Offensiven ging die Kraft aus, während die Alliierten ihre strategische Reaktionsfähigkeit verstärkten.
Historischer Kontext
Als Fortsetzung der deutschen Offensive an der Aisne befahl Ludendorff einen neuen Angriff weiter nördlich, um die Bresche zu vergrößern. Ziel war es, die französischen und britischen Linien zwischen Compiègne und Amiens zu durchtrennen. Die Franzosen haben diese Bewegung jedoch vorhergesehen. General Mangin, der kürzlich in die Region berufen wurde, bereitete unter Nutzung der Lehren aus Verdun und der Somme einen Plan für eine schnelle Gegenreaktion vor. Verstärkungen strömten von der Champagne-Front und aus Paris ein.
Taktik
Die Deutschen begannen mit einem klassischen Tiefenangriff mit Sturmtruppen unter Einsatz von Gas und mobiler Artillerie. Der Durchbruch vom 9. Juni war bedeutsam. Mangin reagierte ab dem 10. Juni: Konzentration der Artillerie auf Übergangspunkte, gepanzerte Gegenangriffe mit Unterstützung der Fliegerei, Eindringen leichter Abteilungen in die Wälder. Am 11. Juni wurde ein allgemeiner Gegenangriff mit neuen Divisionen gestartet, bei dem Méry, Belloy und Antheuil-Portes zurückerobert wurden. Die koordinierte Aktion der Renault FT-Panzer war entscheidend für die Blockade deutscher Kolonnen.
Folgen
Der französische Sieg am Matz war von strategischer Bedeutung: Er unterbrach den letzten ernsthaften deutschen Vorstoßversuch in Richtung Compiègne. Es markierte auch die fortschreitende Erschöpfung der deutschen Offensivkapazitäten und eine Neuausrichtung des Kräfteverhältnisses. Mangin erlangte einen guten Ruf als energischer Kommandant. Dieser Erfolg trug zur Vorbereitung der großen alliierten Gegenoffensiven des Sommers bei, darunter die Zweite Schlacht an der Marne. Es war auch ein Beweis für die wachsende Leistungsfähigkeit der französischen Truppen, die nun von Panzern und Flugzeugen unterstützt wurden.