Schlacht von Lodi
Italienischer Feldzug (Französische Unabhängigkeitskriege) · Lodi, Lombardei, Italien
Zusammenfassung
Am 10. Mai 1796 eroberte Bonaparte bei Lodi an der Adda die Brücke der österreichischen Nachhut von General Sebottendorf. Die französische Artillerie deckte den Angriff der Grenadiere und Karabiniere ab, die trotz des Feuerhagels angriffen. Masséna, Lannes und Berthier koordinierten den Durchbruch. Dieser Sieg ebnete den Weg nach Mailand, der Hauptstadt der Lombardei, und markierte in revolutionärer Erinnerung den Moment, in dem Soldaten Bonaparte den Spitznamen „der kleine Korporal“ gaben.
Historischer Kontext
Nach Siegen bei Montenotte, Millesimo und Dego (April 1796) verfolgte Bonaparte Beaulieu ostwärts. Die österreichische Nachhut verschanzte sich bei Lodi an der Adda, dem letzten großen Hindernis vor Mailand. Die französische Armee, die sich nach einem Blitzfeldzug immer noch aufstellte, musste unter Beschuss den Fluss überqueren, um die Eroberung der Lombardei abzuschließen und die österreichischen Besitztümer in Italien direkt zu bedrohen.
Taktik
Auf beiden Seiten von Lodi stationierte französische Artillerie bombardierte die Brücke, während eine Kolonne aus kombinierten Grenadieren und Karabinieren trotz österreichischem Kreuzfeuer mit Bajonetten angriff. Masséna führte den Frontalangriff an; Lannes und Berthier sorgten für die Koordination. Der entscheidende Angriff überquerte die Brücke am späten Nachmittag; zahlenmäßig unterlegene Österreicher zogen sich in Richtung Crema und Cremona zurück und verließen das Ostufer der Adda.
Folgen
Der Sieg öffnete Mailand für die Franzosen (15. Mai 1796) und schwächte die österreichische Präsenz in der Lombardei nachhaltig. Die Moral in der italienischen Armee stieg sprunghaft an: Die Soldaten sahen in Bonaparte einen außergewöhnlichen Kriegsführer. Politisch bestätigte der Feldzug die Strategie des Direktoriums, Österreich von Süden her anzugreifen, und bereitete die Verträge von Campo Formio (1797) vor, wodurch Italiens Karte zugunsten Frankreichs neu gestaltet wurde.