Schlacht bei Kulm
Krieg der Sechsten Koalition · Kulm (Chlumec), Böhmen, Österreichisches Reich
Zusammenfassung
Vandamme, der die Alliierten nach Dresden verfolgen sollte, rückte ohne Unterstützung zu weit vor. Er wurde von überlegenen Kräften von hinten und von der Flanke in die Zange genommen. Sein Korps wurde fast vernichtet und er selbst wurde gefangen genommen. Diese Niederlage machte die taktischen Vorteile Dresdens zunichte.
Historischer Kontext
Napoleon befahl die Verfolgung der Koalitionsarmeen nach ihrem Rückzug aus Dresden. Vandamme überquerte die böhmischen Pässe ohne Koordination mit anderen Korps. Die Alliierten nutzten seine Isolation aus, um ihn bei Kulm in die Falle zu locken.
Taktik
Die Alliierten starteten einen Frontalangriff, während preußische Verstärkungen Vandamme rückwärts einnahmen. Die Franzosen waren in einem geschlossenen Tal gefangen und kämpften bis zur Erschöpfung, ohne zu entkommen. Die Kapitulation wurde unausweichlich.
Folgen
Am 30. August 1813 wurde Vandammes Korps (32.000–34.000 Mann) in der Nähe von Kulm von Koalitionstruppen eingekesselt: 5.000 Tote oder Verwundete, 7.000 bis 13.000 Gefangene, darunter Vandamme selbst, und 80 verlorene Geschütze. Diese Zerstörung zerstörte Napoleons Dynamik in Sachsen und markierte den Beginn von Rückschlägen, die nach Leipzig führten und den französischen Generalstab schockierten.