Schlacht von Kissoué
Syrien-Libanon-Kampagne (Zweiter Weltkrieg) · Kissoué, südlich von Damaskus, Syrien
Zusammenfassung
Die Schlacht von Kissoué war eines der entscheidenden Gefechte des Syrienfeldzugs. Dabei traten die Freien Französischen Streitkräfte und ihre Verbündeten im Commonwealth gegen Truppen des Vichy-Regimes an, die südlich von Damaskus verschanzt waren. Ziel war es, die Kontrolle über die Straße zur syrischen Hauptstadt zu übernehmen. Nach heftigen Kämpfen eroberten die Freien Französischen Streitkräfte die Stadt und öffneten den Weg nach Damaskus.
Historischer Kontext
Der Syrien-Libanon-Feldzug, der am 8. Juni 1941 begann, zielte darauf ab, die Achsenmächte daran zu hindern, die von den Vichyisten kontrollierten Gebiete für militärische Operationen im Nahen Osten zu nutzen. Die Schlacht von Kissoué fand in diesem Rahmen statt, als freie französische Truppen vom britischen Palästina nach Norden vorrückten. Damaskus stellte ein strategisches und symbolisches Ziel dar.
Taktik
Die freien französischen Streitkräfte rückten von Süden her vor, koordiniert mit indischen und australischen Einheiten. Die Stadt Kissoué, die von in den Hügeln verschanzten Vichy-Truppen gut verteidigt wurde, wurde frontal angegriffen und seitlich umgangen. Alliierte Luftangriffe und Artillerieunterstützung trugen dazu bei, den feindlichen Widerstand zu brechen. Der Eroberung der Stadt folgte eine Verfolgung in Richtung Damaskus.
Folgen
Der Sieg bei Kissoué markierte einen Wendepunkt im Feldzug: Er öffnete den Weg nach Damaskus, das einige Tage später erobert werden sollte. Symbolisch veranschaulicht es die wachsende Macht der Freien Französischen Streitkräfte und ihre Legitimität gegenüber den vichyistischen Behörden. Es förderte auch Desertionen innerhalb der feindlichen Reihen und trug zur Verlagerung der Levante in das Lager der Alliierten bei.