Schlacht von Khénifra
Mittlere Atlas-Kampagne (Befriedung Marokkos) · Khénifra, Mittlerer Atlas, Marokko
Zusammenfassung
In der Schlacht von Khénifra stellten sich die französischen Truppen von General Henrys der von Mouha ou Hammou Zayani angeführten Berber-Zaïan-Konföderation entgegen. Nach drei Tagen Kampf in den Bergen und Tälern des Mittleren Atlas wurde die strategisch wichtige Stadt Khénifra eingenommen. Dieser Sieg ermöglichte es Frankreich, das Tor zum Hohen Atlas zu kontrollieren und die Befriedung Zentralmarokkos fortzusetzen.
Historischer Kontext
Seit der Gründung des Protektorats sah sich Frankreich dem hartnäckigen Widerstand der Berberstämme des Mittleren Atlas gegenüber, die sich um die Zaïaner gruppierten. Khénifra, ihre wichtigste Bastion, war der Grundstein ihrer Widerstandsstrategie.
Taktik
Henrys' Kolonne rückte in mehreren Gruppen vor und setzte Artillerie und Maschinengewehre ein, um Zaïan-Positionen auf den Bergrücken zu fixieren. Die Kämpfe fanden in Schluchten und bewaldeten Tälern statt. Mehrere Flankenangriffe und ein Umgehungsmanöver führten trotz verzweifelter Verteidigung der Verteidiger zum Untergang der Stadt.
Folgen
Die Einnahme von Khénifra brach die Einheit der Zaïan und ermöglichte es Frankreich, in Richtung des Hohen Atlas vorzudringen. Die Kämpfe würden durch einen Guerillakrieg fortgesetzt, aber die französische Vorherrschaft über Zentralmarokko sei gesichert. Der Zaïan-Widerstand dauerte bis 1921 (Tod von Mouha ou Hammou).