Endgültige Annexion Burgunds (534) 534 • Frühmittelalter
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534 Französischer Sieg

Endgültige Annexion Burgunds (534)

Ende des Burgunderreichs – merowingische Teilung (534) · Grenoble, Burgund (heute Frankreich)

Zusammenfassung

534 führten die Franken nach Theuderichs Tod (533) und Theudeberts Thronbesteigung den Endfeldzug, der das Burgunderreich endgültig beendete. Für Grenoble allein ist keine große Feldschlacht überliefert: Lyon, Genf, Grenoble und andere Plätze fielen im Rahmen einer allgemeinen Unterwerfung nach Autun (532). Godomar III. wurde laut manchen Notizen gefangen und verschwindet danach aus den Quellen. Das Gebiet wurde geteilt: Theudebert erhielt den Norden (einschließlich Autun), Childebert die Mitte (Lyon, Mâcon, Vienne, Grenoble, vielleicht Genf und Tarentaise), Chlothar den Süden bis zur Durance. Burgund wurde fortan eine Region der fränkischen Reiche — politisch und territorial annektiert, ohne dokumentierten Einzelkampf um Grenoble.

Historischer Kontext

Seit Vézeronce (524) hatte Godomar zehn Jahre gewonnen. Die Einnahme Autuns (532) durch Childebert und Chlothar ohne Theuderich hatte das Rückgrat des Reichs bereits gebrochen. Theuderichs Tod 533 machte Theudebert frei, der sich der Endoffensive 534 anschloss (Burgunderkrieg; Godomar III; Childebert I). Grenoble ist nicht Schauplatz eines dokumentierten Einzelngefechts: es erscheint unter den Städten von Childeberts Anteil. Der Eintrag betrifft daher politische und territoriale Annexion mehr als eine isolierte Stadtschlacht — bereits früher betont, hier um die Teilungsdetails ergänzt.

Taktik

Für Grenoble selbst sind keine Feldschlacht-Taktiken dokumentiert. Die Quellen beschreiben einen Feldzug zur Unterwerfung der letzten Plätze nach dem Zusammenbruch Autuns, gestützt auf fränkische politisch-militärische Überlegenheit und burgundische Erschöpfung. Es handelt sich um territoriale Kontrolloperationen und Kapitulationen, nicht um ein Frontalgefecht wie Vézeronce oder Vouillé.

Folgen

Verschwinden der burgundischen Souveränität. Dreiteilige Teilung 534 unter Theudebert (Norden, einschließlich Autun), Childebert (Mitte: Lyon, Mâcon, Vienne, Grenoble, vielleicht Genf und Tarentaise) und Chlothar (Süden bis zur Durance). Grenoble kam zu Childeberts mittlerem Los. Lokale Eliten wurden schrittweise in den merowingischen Rahmen assimiliert. Die alte burgundische politische Identität wich einer fränkischen Region — ein großer Schritt zur Neuordnung Galliens unter Chlodwigs Söhnen. Eine lokale Tradition verlegt Godomars Flucht ins Valgaudemar, ohne soliden historischen Beleg.

Standort

Ort : Grenoble, Burgund (heute Frankreich)
Koordinaten : 45.1885°N, 5.7245°E