Schlacht von Fornovo
Erster Italienischer Krieg · Fornovo (Fornovo di Taro), Emilia-Romagna (Italien)
Zusammenfassung
Am 6. Juli 1495 wird Karl VIII. auf dem Rückzug von Neapel nach Frankreich in Fornovo von der Italienischen Liga abgefangen. Trotz schwierigem Gelände und unorganisiertem Gefecht gelingt es der französischen Armee, die Einkesselung zu durchbrechen. Obwohl die Verluste auf beiden Seiten hoch sind, bewahren die Franzosen ihren Zusammenhalt und setzen ihren Marsch fort, sodass sie Frankreich ohne militärische Katastrophe erreichen können.
Historischer Kontext
Karl VIII. musste sich nach einem Blitzfeldzug, der ihn nach Neapel führte, zurückziehen, bevor eine breite italienische Koalition – die Liga von Venedig – gebildet werden konnte, die über die französische Präsenz auf der Halbinsel besorgt war. Die Schlacht von Fornovo findet statt, als die französische Armee versucht, den Fluss Taro zu überqueren, um in Richtung Alpen zurückzukehren. Die Italiener hoffen, die französische Armee in einem engen Tal einzuschließen und zu vernichten.
Taktik
Die Franzosen setzen ihre schwere Kavallerie in Angriffskolonnen ein, um die feindlichen Linien zu durchbrechen. Obwohl die französische mobile Artillerie in Fornovo aufgrund des aufgeweichten Geländes kaum eingesetzt wird, bleibt sie abschreckend. Den in schlecht koordinierte Kontingente aufgeteilten Italienern gelingt es nicht, die feindliche Armee wirksam einzukesseln. Der Kampf verwandelt sich in einen verwirrten Nahkampf, bei dem die disziplinierteren Truppen im Vorteil sind.
Folgen
Die Schlacht beschert der Liga keinen entscheidenden Sieg, dämpft aber dauerhaft die italienischen Ambitionen Karls VIII. Wenn die Franzosen der Zerstörung entkommen, verzichten sie darauf, Neapel zu halten. Der Italienische Krieg tritt in eine neue Phase ein, die durch das Eingreifen anderer europäischer Mächte wie Spanien und des Heiligen Römischen Reiches gekennzeichnet ist.