Schlacht von Épehy
Erster Weltkrieg – Hundert-Tage-Offensive · Épehy, Somme, Frankreich
Zusammenfassung
Die Schlacht von Épehy markierte einen weiteren großen Vormarsch der Alliierten, insbesondere der französischen und britischen Streitkräfte, auf ihrem Weg zur Hindenburg-Linie. Die gut vorbereitete und koordinierte Operation ermöglichte es, mehrere vorgeschobene deutsche Stellungen zu durchbrechen und sich der zentralen Verteidigung der feindlichen Stellungen zu nähern.
Historischer Kontext
Im September 1918 wendete sich der Krieg deutlich zugunsten der Alliierten. Nach den Erfolgen im August koordinierte Foch eine Reihe von Angriffen gegen die deutsche Verteidigung. Épehy, an der Straße zur Hindenburg-Linie gelegen, bildete eine befestigte Schleuse. An der Operation zur Unterstützung der britischen Vierten Armee beteiligten sich französische Truppen unter General Humbert. Es ging darum, die Festigkeit der deutschen Linien zu testen und gleichzeitig den Druck konstant zu halten.
Taktik
Dem Angriff ging eine mehrstündige Vorbereitung der Artillerie voraus, gefolgt von einem schnellen Vormarsch der Infanterie in kleinen, verstreuten Einheiten, um deutschem Sperrfeuer zu entgehen. Französische und britische Einheiten arbeiteten gemeinsam zusammen und einige Gebiete wurden mit dem Bajonett eingenommen. Das Fehlen eines so heftigen Widerstands wie erwartet ermöglichte die Festnahme mehrerer hundert Gefangener. Der Einsatz von Flugzeugen zur Regulierung des Artilleriefeuers war ebenfalls eine taktische Neuheit, die gut genutzt wurde.
Folgen
Der Durchbruch bei Épehy schwächte die Außenposten der Hindenburg-Linie erheblich. Es trug zur Störung der deutschen Verteidigung bei und beschleunigte interne Diskussionen über die Notwendigkeit eines Waffenstillstands. Es zeigte auch die Solidität der französisch-britischen Koordinierung vor Ort und die wachsende Wirksamkeit der alliierten Offensiven.