Schlacht von Grand Port
Napoleonische Kriege – Theater im Indischen Ozean · Grand Port, Insel Frankreich (heutiges Mauritius)
Zusammenfassung
Die Schlacht von Grand Port ist nach Trafalgar der einzige große französische Seesieg der Napoleonischen Kriege. Die französischen Fregatten von Duperré und Bouvet lockten mit Unterstützung von Küstenbatterien britische Schiffe in eine enge Lagune. Die feindliche Flotte lief auf den Riffen auf Grund. Die Franzosen zerstörten zwei Schiffe und kaperten zwei weitere. Es war ein durchschlagender Rückschlag für die Royal Navy.
Historischer Kontext
Die Insel Frankreich (Mauritius) war ein wichtiger Stützpunkt für französische Freibeuter, die den britischen Handel im Indischen Ozean angriffen. Die Briten versuchten, es zu erobern. Duperrés Geschwader bereitete in Abstimmung mit den Küstentruppen einen Hinterhalt auf der Reede von Grand Port vor. Die Briten, die über die Tiefen schlecht informiert waren, ließen ihre Fregatten unvorsichtigerweise dort stationieren.
Taktik
Die Franzosen lockten britische Schiffe in eine enge, mit Untiefen übersäte Passage. Dank hervorragender Gewässerkenntnisse manövrierten sie ohne Schaden. Küstenartillerie unterstützte die französischen Fregatten. Die Briten gerieten, blockiert oder auf Grund, ins Kreuzfeuer. Beim endgültigen Einsteigen wurden zwei Schiffe erbeutet.
Folgen
Der Sieg verzögerte die britische Invasion der Insel Frankreich um einige Monate. Es hatte strategische Bedeutung: Napoleon ließ „Grand Port“ auf dem Arc de Triomphe eingravieren. Doch trotz dieses Sieges wurde die Insel im Dezember 1810 eingenommen. Die Schlacht bleibt ein seltenes Symbol der französischen Marineüberlegenheit.