Belagerung von Barcelona
Spanischer Erbfolgekrieg · Barcelona, Katalonien (Spanien)
Zusammenfassung
Als letzte Bastion des Widerstands österreichischer Partisanen in Spanien wird Barcelona von französisch-spanischen Truppen unter der Führung von Marschall de Berwick belagert. Die seit dem Vertrag von Utrecht isolierte Stadt weigert sich, sich zu ergeben. Die Belagerung dauert mehr als ein Jahr, es kommt zu heftigen Bombardierungen, erheblichen Engpässen und heftigem Widerstand. Am 11. September 1714 wird die Stadt schließlich gestürmt, nachdem sich in den Befestigungsanlagen eine Bresche öffnete. Diese Belagerung beendet den Spanischen Erbfolgekrieg.
Historischer Kontext
Trotz der in Europa unterzeichneten Friedensabkommen setzt Katalonien allein den Kampf zur Verteidigung seiner lokalen Freiheiten und seiner Loyalität gegenüber Karl von Österreich fort. Ludwig XIV. unterstützt seinen Enkel Philipp V. tatkräftig bei der Niederschlagung dieses Widerstands.
Taktik
Vollständige Land- und Seeblockade, parallele Schützengräben, Angriffe auf Bastionen, massive Bombardierung von Zivilvierteln, dann koordinierter Generalangriff. Die katalanische Verteidigung stützt sich auf Barrikaden und schweres Feuer von Dächern und Stadtmauern.
Folgen
Endgültiges Ende des Konflikts in Spanien. Der Fall Barcelonas führt zur Abschaffung der katalanischen Institutionen und zur Zentralisierung der königlichen Macht. Der 11. September wird in Katalonien zum nationalen Trauertag.