Schlacht bei Zusmarshausen 1648 • Klassische Epoche
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17. Mai 1648 Französischer Sieg

Schlacht bei Zusmarshausen

Dreißigjähriger Krieg · Zusmarshausen, Bayern (Deutschland)

Zusammenfassung

Am 17. Mai 1648 schlugen Turenne und französisch-schwedische Truppen bei Zusmarshausen in Bayern die kaiserliche Armee des Generals Melchior von Hatzfeld nieder. Der Sieg öffnete den Weg nach München und beschleunigte das Ende des Dreißigjährigen Krieges in Deutschland. Turenne wurde während des entscheidenden Angriffs durch eine Kanonenkugel tödlich verwundet und starb am nächsten Tag, wodurch Frankreich seinen größten Feldherrn seiner Zeit verlor.

Historischer Kontext

Im Jahr 1648 näherte sich der Dreißigjährige Krieg seinem Ende; Der Westfälische Frieden war in Verhandlung. Turenne, verbündet mit Wrangels Schweden, fiel in Bayern ein, um Kaiser Ferdinand III. zu zwingen, für Frankreich günstige Bedingungen zu akzeptieren. Hatzfelds kaiserliche Armee versuchte, die französisch-schwedische Offensive am Fluss Schmutter, dem letzten großen Hindernis vor München, zu blockieren.

Taktik

Turenne setzte Infanterie und Kavallerie auf Höhen über Zusmarshausen ein. Die zahlenmäßig unterlegenen Imperialen kämpften auf ungünstigem Boden. Französische und schwedische Kavallerie griffen die kaiserlichen Flanken an, während Artillerie das feindliche Zentrum bombardierte. Der rasche Zusammenbruch der kaiserlichen Linien zwang Hatzfeld zum Rückzug; Turenne wurde während der Verfolgung tödlich getroffen.

Folgen

Der Sieg öffnete München für die Alliierten und beschleunigte die Westfälischen Verträge (24. Oktober 1648), mit denen französische Gebietsgewinne im Elsass anerkannt wurden. Turennes Tod beraubte Ludwig XIV. eines außergewöhnlichen Befehlshabers; Condé und andere erbten seinen Ruf. Zusmarshausen war die letzte große Schlacht des Dreißigjährigen Krieges auf deutschem Boden.

Standort

Ort : Zusmarshausen, Bayern (Deutschland)
Koordinaten : 48.399°N, 10.682°E