Operation Timgad
Algerienkrieg · Aurès-Nementchas, Wilaya von Batna, Algerien
Zusammenfassung
Ziel der Operation Timgad war die Vernichtung der letzten FLN-Maquis im Aurès-Massiv, zu einer Zeit, als die französische Armee auch das Risiko eines Putsches in Algier bewältigen musste. Die Kämpfe, die in den Tälern und Bergen besonders heftig ausfielen, führten zu einem massiven Einsatz motorisierter Truppen, Flugzeuge und Kommandos. Der Operation gelang es, zahlreiche FLN-Gruppen zu reduzieren, die Guerilla wurde jedoch nicht vollständig vernichtet.
Historischer Kontext
Während Frankreich die Krise des Generalputschs in Algier (April 1961) durchlebte, setzte die Armee ihren Krieg gegen die FLN fort. Die Region Aurès, eine Hochburg des Nationalismus, erlebte eine groß angelegte Großoffensive, während Spannungen zwischen Loyalisten und Anhängern des französischen Algerien die militärische Koordinierung erschwerten.
Taktik
Netzkontrolleinsätze, Räumungen, Hinterhalte und Helikoptereinsätze. Französische Streitkräfte umzingelten die Täler und Berggebiete und setzten Flugzeuge ein, um aufständische Gruppen aufzuspüren und anzugreifen. Die FLN versuchte, sich zu zerstreuen oder sich in die örtliche Bevölkerung einzumischen.
Folgen
Ein militärischer Teilerfolg: Dutzende FLN-Gruppen wurden aufgelöst, aber die Maquis behielten die Fähigkeit zur Störung. Die Operation beschleunigte die Demobilisierung der Armee und bereitete das Ende des Konflikts vor. Es symbolisiert auch die Erschöpfung der rein militärischen Lösung angesichts der bevorstehenden Verhandlungen in Évian.