Schlacht von Tamsui 1884 • Neuzeit
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8. Oktober 1884 Französische Niederlage

Schlacht von Tamsui

Französisch-chinesischer Krieg · Tamsui (淡水), Taiwan (Formosa)

Zusammenfassung

Die Schlacht von Tamsui war ein französischer Versuch, nach Keelung einen zweiten strategischen Hafen im Norden Taiwans zu erobern. Admiral Lespès versuchte eine Landung, stieß jedoch auf heftigen Widerstand verschanzter chinesischer Truppen. Nach mehreren Stunden intensiver Kämpfe in sumpfigem Gelände scheiterte der Angriff. Die französischen Truppen mussten sich zurückziehen, was eine seltene Niederlage in diesem Krieg bedeutete.

Historischer Kontext

Nach der Einnahme von Keelung nahm Frankreich Tamsui ins Visier, um ganz Nordtaiwan zu kontrollieren. Diese Operation sollte es der französischen Marine ermöglichen, den Zugang zum Meer zu sperren und die Versorgung zu blockieren. Aber chinesische Streitkräfte, die durch frühere Operationen alarmiert waren, befestigten den Sektor. Der Angriff wurde ohne ausreichende Vorbereitung gestartet.

Taktik

Französische Truppen landeten unter chinesischem Batteriefeuer. Sie kamen mühsam durch nasses Gelände und große Hitze voran und versuchten, Schanzen durch Frontalangriffe einzunehmen. Die eingeschiffte französische Artillerie konnte die Verteidigungsanlagen nicht neutralisieren. Nach mehreren zurückgeschlagenen Wellen wurden die Truppen unter Seeschutz wieder eingeschifft.

Folgen

Dieses Scheitern stoppte die französischen Ambitionen, Nordtaiwan vollständig zu kontrollieren. Die Insel blieb teilweise umkämpft. Trotz dieser taktischen Niederlage behielt Frankreich seine Position bei Keelung. Die Schlacht von Tamsui wurde von der chinesischen Propaganda als Symbol des Widerstands instrumentalisiert. Es folgten neue Einsätze, insbesondere an Land in Tonkin.

Standort

Ort : Tamsui (淡水), Taiwan (Formosa)
Koordinaten : 25.178°N, 121.439°E