Schlacht von Santa Cruz de Teneriffa
Spanischer Erbfolgekrieg (atlantischer Kolonialschauplatz) · Santa Cruz de Teneriffa, Kanarische Inseln (Spanien)
Zusammenfassung
Ein in Saint-Domingue stationiertes französisches Korsarengeschwader greift den Hafen von Santa Cruz de Teneriffa an, der von Truppen gehalten wird, die dem habsburgischen Prätendenten treu ergeben sind. Die mutige und schnelle Operation ermöglicht die Niederbrennung mehrerer Lagerhäuser und die Eroberung eines britischen Schiffes. Die örtliche Garnison versucht einen Gegenangriff, kann die Angreifer jedoch bei ihrem Rückzug zur See nicht abfangen.
Historischer Kontext
Die Kanaren sind ein strategischer Punkt auf Transatlantikrouten. Französische Freibeuter vervielfachen ihre Überfälle, um den englischen Handel zu stören und die Bourbonen in Spanien zu unterstützen. Die Operation ist Teil eines logistischen Schikanenkrieges gegen iberische Besitztümer, die Philipp V. feindlich gesinnt sind.
Taktik
Überraschender Nachtangriff, Bombardierung der Kais, Landung von Korsarenkommandos, Niederbrennen von Lagerhäusern, schneller Rückzug vor der Konzentration der feindlichen Verteidigung.
Folgen
Französischer taktischer Erfolg, der dem Feind kurzzeitig Ressourcen entzieht und die Moral in Überseegebieten untergräbt, die Karl von Österreich treu ergeben sind. Der Überfall bleibt symbolisch, zeigt jedoch die französische Handlungsfähigkeit fernab der Küsten der Metropolen.