Überquerung des Rheins (Speyer und Germersheim)
Deutscher Feldzug (Zweiter Weltkrieg) · Oberrhein, Deutschland
Zusammenfassung
Ende März 1945 überquerte die französische 1. Armee den Rhein bei Germersheim und Speyer, nachdem sie das Elsass gesichert hatte. Diese amphibische Operation markierte den Einmarsch französischer Truppen in deutsches Gebiet, eine Premiere seit 1918. Unter dem Kommando von General de Lattre überquerten Pioniere den Fluss unter feindlichem Feuer, unterstützt von effektiver Artillerie und Luftfahrt.
Historischer Kontext
Nach der vollständigen Befreiung des Elsass und dem Sieg im Kessel von Colmar bestand das Ziel nun darin, in deutsches Gebiet einzudringen, um das Ende des Konflikts zu beschleunigen. Der französischen 1. Armee wurde befohlen, den Rhein an seiner Südflanke zu überqueren, während die Amerikaner weiter nördlich operierten. Das Manöver war ebenso strategisch wie symbolisch: Frankreich stellte seine militärische Ehre wieder her, indem es erneut in Deutschland einmarschierte.
Taktik
Der Übergang wurde durch einen intensiven Beschuss deutscher Stellungen am rechten Ufer vorbereitet. Pioniereinheiten errichteten schnell schwimmende Brücken, während die ersten Wellen im Morgengrauen auf Schlauchbooten überquerten. Kommandos und Stoßeinheiten errichteten einen Brückenkopf um Speyer und Germersheim, der durch Panzer erweitert wurde. Die französische Infanterie stieß vor allem in den Waldgebieten auf mäßigen, aber entschlossenen Widerstand.
Folgen
Diese Überfahrt ermöglichte es den Franzosen, einen festen Brückenkopf in Deutschland zu errichten und sich aktiv an der Eroberung des Südens des Landes zu beteiligen. Symbolisch war es ein historischer Racheakt: Frankreich kehrte als Sieger nach Deutschland zurück. Dieser Durchbruch öffnete den Weg nach Stuttgart und trug zum allgemeinen Zusammenbruch der deutschen Front in diesem Gebiet bei.