Französischer Luftangriff auf Mannheim
Erster Weltkrieg – Luftkrieg über Deutschland · Mannheim, Baden-Württemberg, Deutsches Reich
Zusammenfassung
In der Nacht des 19. Dezember 1917 beteiligten sich französische Bombengeschwader an einem gemeinsamen Angriff mit den Briten gegen Mannheim, ein strategisches deutsches Industriezentrum. Die Franzosen nahmen Rangierbahnhöfe und Chemiefabriken in der Stadt ins Visier. Die Operation war von starkem deutschen Flugabwehrwiderstand geprägt.
Historischer Kontext
Als der Winter 1917 näher rückte, versuchten die Alliierten, den Druck auf die deutschen Industriegebiete im Hinterland aufrechtzuerhalten. Diese Nachtangriffe zielten darauf ab, die Militärproduktion zu stören, die Moral zu schwächen und Offensiven an der Westfront zu unterstützen. Mannheim, ein Eisenbahnknotenpunkt und Chemiezentrum, wurde zu einem vorrangigen Ziel.
Taktik
Breguet 14 starteten bei Einbruch der Dunkelheit von Stützpunkten in der Champagne. Sie flogen in mittlerer Höhe in verteilter Formation, um Flugabwehrfeuer zu vermeiden. Ein Teil des Geschwaders warf Bomben auf Bahnanlagen, andere auf BASF-Anlagen. Zwei Flugzeuge gingen verloren, vermutlich durch deutsche Jäger oder Flak abgeschossen.
Folgen
Der Überfall verursachte mäßigen Schaden, störte jedoch kurzzeitig den Bahnverkehr rund um Mannheim. Es bestätigte das wachsende Engagement der französischen Luftfahrt bei tiefgreifenden strategischen Angriffen. Es trug auch dazu bei, die französisch-britische Koordinierung bei nächtlichen Bombenangriffen zu verbessern.