Luftangriff auf Freiburg im Breisgau
Erster Weltkrieg – Luftfront · Freiburg im Breisgau, Deutschland
Zusammenfassung
Dieser französische Luftangriff auf Freiburg markierte einen Doktrinenwechsel: Strategische zivile und militärische Ziele tief im Inneren Deutschlands wurden nun ins Visier genommen. Die von Nancy startende Bomberoperation richtete sich gegen Eisenbahnen, Depots und Werkstätten. Es demonstrierte die wachsende Projektionsfähigkeit der französischen Luftfahrt.
Historischer Kontext
Als Reaktion auf die deutschen Bombardierungen auf Bar-le-Duc und Nancy ordnete das französische Oberkommando Luftvergeltungsmaßnahmen an. Freiburg, ein wichtiger Transitbahnhof zur Front, wurde zum vorrangigen Ziel.
Taktik
GB1, stationiert in Malzéville bei Nancy, führte nächtliche Bombenangriffe auf entfernte Ziele wie Freiburg, Trier oder Saarbrücken in Reichweite französischer Staffeln durch. Höhenflug, schneller Bombenabwurf und sofortiger Rückzug: Das Fehlen deutscher Nachtjäger erschwerte die Verteidigung gegen diese Eisenbahnversorgungsziele.
Folgen
Im Jahr 1916 intensivierten sich die strategischen Bombenangriffe: Am 22. Juni wurde Karlsruhe als Vergeltung für die deutsche Bombardierung von Bar-le-Duc angegriffen. Freiburg, das bereits seit Dezember 1914 (erster Stadtbombenangriff der Entente) ins Visier genommen wurde, war Teil dieser Eskalation des totalen Krieges und führte zur Verstärkung der deutschen Luftverteidigung.