Spanischer Gegenangriff auf Pensacola
Krieg der Vierfachallianz · Pensacola, Florida (Neuspanien)
Zusammenfassung
Wenige Monate nach ihrer Eroberung durch die Franzosen gerät die Stadt Pensacola ins Visier einer spanischen Strafexpedition aus Havanna. Überwältigt von der Überlegenheit der Marine und der Zahl der Angreifer leisten die Franzosen nur kurz Widerstand, bevor sie kapitulieren. Die Spanier erobern die Stadt ohne offene Schlacht zurück und nehmen die französische Garnison ein.
Historischer Kontext
Spanien will im Golf von Mexiko wieder Fuß fassen und die im Frühjahr erlittene Demütigung rächen. Die spanische Expedition zeigt den Willen zur kolonialen Wiederdurchsetzung im laufenden Weltkrieg.
Taktik
Am 8. August 1719 eroberte die spanische Marine Pensacola in der Nacht ohne längere Kämpfe zurück: Ein Teil der von Chateaugué befehligten französischen Garnison ergab sich. Die Operation war Teil der spanischen Gegenoffensive nach der französischen Eroberung am 12. Mai und verband die Seebewegung von Havanna aus mit der Landung in der Bucht von Santa Rosa.
Folgen
Die Franzosen verlieren vorübergehend die Kontrolle über Pensacola. Aufgrund der Schwankungen im Kolonialkrieg wird die Stadt jedoch kurz darauf erneut eingenommen, bevor sie nach Abschluss des Vertrags von Den Haag (1720) an die Spanier zurückgegeben wird.