Schlacht am Oued Mouilah
Krieg gegen Abd el-Kader · Oued Mouilah, Algerien
Zusammenfassung
Die Schlacht am Oued Mouilah markierte den Bruch des Friedens zwischen Frankreich und Abd el-Kader. Oberst Combes versuchte, sich einem isolierten Konvoi in der Nähe von Sidi-Bel-Abbès anzuschließen, als er von einer Übermacht unter der Führung von Abd el-Kader persönlich angegriffen wurde. In einem engen Tal gefangen, wurden die Franzosen eingekesselt, erlitten schwere Verluste und mussten sich zurückziehen. Diese Schlacht gilt als einer der ersten großen militärischen Erfolge des Emirs nach Ende des Waffenstillstands.
Historischer Kontext
Der Vertrag von Tafna (1837) hatte den Frieden zwischen Abd el-Kader und den französischen Behörden brüchig gemacht, doch französische Einfälle außerhalb ihrer Einflusszone – insbesondere der Durchbruch des Eisernen Torpasses durch den Herzog von Orléans – wurden vom Emir als Provokation angesehen. Am 15. Oktober 1839 erklärte er den Krieg. Die Schlacht am Oued Mouilah ereignete sich in diesem Kontext einer unmittelbaren Eskalation, als die Franzosen versuchten, eine Kommunikationslinie zu sichern.
Taktik
Abd el-Kader nutzte zahlenmäßige Überlegenheit und perfekte Kenntnis des Geländes. Er zog französische Truppen in eine enge Enge, wo leichte algerische Kavallerie schnell manövrierte, um sie rückwärts zu drängen. Colonel Combes versuchte, einen Verteidigungsplatz zu bilden, aber die Topographie machte das Manöver wirkungslos. Die schwer zu positionierende französische Artillerie wurde schnell neutralisiert. Unter Druck zogen sich die Franzosen ungeordnet in Richtung Tlemcen zurück.
Folgen
Diese Niederlage löste einen brutalen erneuten Krieg zwischen Frankreich und Emir Abd el-Kader aus. Es löste eine massive militärische Umverteilung in Westalgerien und eine strategische Überarbeitung der französischen Kommandos aus. Für den Emir stärkte der Sieg sein Ansehen unter den Stämmen und ermöglichte ihm, neue Unterstützung zu gewinnen. Die Schlacht zeigte einmal mehr die Schwierigkeit, effektive Feldzüge gegen einen Gegner durchzuführen, der das Gelände und die Kunst der mobilen Kriegsführung perfekt beherrscht.