Schlacht von Núi Bop
Französisch-chinesischer Krieg · Núi Bop, in der Nähe von Chu, Provinz Bac Giang, Tonkin (heutiges Nordvietnam)
Zusammenfassung
In der Schlacht von Núi Bop traf die Kolonne von General de Négrier auf eine starke Konzentration chinesischer Truppen im Song Thuong-Tal östlich von Tonkin. Durch ein kühnes Offensivmanöver verdrängten die Franzosen die Chinesen nach zwei Tagen intensiven Kampfes aus ihren verschanzten Stellungen und machten den Weg nach Lang Son frei. Dieser Sieg bereitete die letzte Offensive gegen die chinesischen Streitkräfte in Tonkin vor.
Historischer Kontext
Der Tonkin-Feldzug intensivierte sich nach dem Sieg bei Yu Oc. Die um Núi Bop verschanzten Chinesen bedrohten die französische Kommunikationslinie und die Kontrolle über das Delta. Das französische Kommando beschloss, dieser feindlichen Konzentration einen entscheidenden Schlag zu versetzen, bevor es weiter in Richtung Lang Son und der chinesischen Grenze weiterging.
Taktik
General de Négrier organisierte einen Nachtmarsch, um chinesische Stellungen zu überraschen. Die Infanterie rückte unter schwerem Feuer aus feindlichen Schanzen in Linie vor. Artillerie wurde zum Abbau der Verteidigungsanlagen eingesetzt. Bajonettangriffe und Flankenangriffe destabilisierten die chinesischen Streitkräfte, die nach und nach ihre Stellungen aufgaben und sich zurückzogen.
Folgen
Der Sieg bei Núi Bop brachte die chinesischen Streitkräfte in der Region durcheinander und sicherte der französischen Armee die Flanke vor dem großen Lang-Son-Feldzug. Es demonstrierte die taktische Überlegenheit Frankreichs und stärkte die französische Position in den bevorstehenden Verhandlungen. Der Erfolg erleichterte die Besetzung von Upper Tonkin und den Vormarsch in Richtung der chinesisch-vietnamesischen Grenze.