Schlacht von Mülhausen
Befreiung Frankreichs (Zweiter Weltkrieg) · Mulhouse, Elsass, Frankreich
Zusammenfassung
In der Schlacht von Mülhausen standen die französischen Streitkräfte der 1. Armee einer deutschen Garnison gegenüber, die in der Industriestadt Elsass verschanzt war. Ziel war es, den nach dem Durchbruch der Belforter Lücke begonnenen Vormarsch zu festigen und den Zugang zum Rhein zu sichern. Der Kampf war kurz, aber heftig, mit heftigen Straßenkämpfen, insbesondere rund um die Industrieanlagen. Die Stadt wurde am 24. November befreit.
Historischer Kontext
Mülhausen, eine strategisch wichtige Stadt im Elsass, war das Tor zum Vormarsch in Richtung Rhein. Nach dem Durchbruch bei Belfort rückten de Lattres Truppen schnell nach Osten vor, um die Deutschen daran zu hindern, die Garnison zu verstärken. Die elsässische Bevölkerung in einem seit 1940 annektierten Gebiet stand unter strenger Kontrolle, und einige deutsche Einheiten bestanden aus Volksdeutschen oder zwangsweise eingezogenen Männern. Die Kämpfe in der Stadt bekamen eine starke symbolische Dimension.
Taktik
Die französischen Truppen verfolgten einen kombinierten Ansatz: Einkreisung von Westen her, dann koordinierte Angriffe auf die Industriegebiete im Süden und die Vororte im Osten. Die Panzer rückten langsam durch die engen Gassen vor, geschützt von Infanterie. Die FFI-Unterstützung half dabei, bestimmte Bereiche im Vorfeld zu sichern. Die Kämpfe beinhalteten Häuserkämpfe, die für beide Seiten sehr anstrengend waren.
Folgen
Die Befreiung von Mülhausen festigte die französische Präsenz im Elsass vor dem Winter. Es sicherte ein wichtiges Industriegebiet und stellte einen wichtigen politischen Erfolg für die provisorische Regierung dar. Der Kessel von Colmar blieb jedoch im Norden aktiv und bedrohte die Sicherheit der französischen Truppen. Dieser Sieg zeigt die Fähigkeit der französischen Streitkräfte, strategische Stadtgebiete allein zu befreien.