Schlacht von Moroni (Operation Léopard)
Staatsstreich auf den Komoren – französische Intervention · Moroni, Grande Comore, Komoren
Zusammenfassung
Ziel der Operation Léopard war der Sturz des Regimes von Ali Soilih auf Wunsch des ehemaligen Präsidenten Abdallah. Französische Fallschirmjäger sprangen mit dem Fallschirm über Moroni ab, neutralisierten die Präsidentengarde nach heftigen Straßenkämpfen, befreiten Abdallah und stellten eine pro-französische Regierung wieder her. Die Operation war ein taktischer und diplomatischer Erfolg und beispielhaft für die raschen Interventionen Frankreichs in seinen ehemaligen Kolonien.
Historischer Kontext
Im Rahmen von Françafrique intervenierte Frankreich regelmäßig, um seine strategischen Interessen zu wahren und seine Verbündeten zu schützen, oft gegen Staatsstreiche, die Paris feindlich gesinnt waren. Auf den Komoren galt das Soilih-Regime als instabil und antifranzösisch.
Taktik
Nächtlicher Luftangriff, Eroberung wichtiger Punkte (Radiosender, Präsidentenpalast), heftige Straßenkämpfe, Neutralisierung von Verteidigern, Verhaftung der Putschisten.
Folgen
Rückkehr eines pro-französischen Regimes an die Macht, verstärkte französische Kontrolle über das Gebiet, aber internationale Kontroverse über den Einsatz von Söldnern und bewaffneter Gewalt in der französischen Afrikapolitik.