Schlacht von Monte Cassino
Italienischer Feldzug (Zweiter Weltkrieg) · Monte Cassino, Latium, Italien
Zusammenfassung
Die Schlacht von Monte Cassino war eine der härtesten Episoden des italienischen Feldzugs. Das französische Expeditionskorps spielte eine entscheidende Rolle beim Durchbruch der Gustav-Linie und eroberte die Berge des Garigliano und des Aurunci-Tals. Ihr mutiges Manöver ermöglichte die Umgehung Cassinos von Südosten her und zwang die Deutschen, ihre verschanzten Stellungen aufzugeben.
Historischer Kontext
Nach drei erfolglosen Angriffen auf das Kloster Monte Cassino und seine Umgebung bereiteten die Alliierten im Mai 1944 eine Generaloffensive vor. Die Strategie beruhte auf einem seitlichen Durchbruch durch die Berge. General Juin schlug ein gewagtes Manöver über die als unpassierbar geltenden Hänge des Aurunci vor. Mit der Operation wurde das im Gebirgskampf erfahrene französische Expeditionskorps beauftragt.
Taktik
Die marokkanischen Goumiers und algerischen Tirailleure rückten über extrem steiles Gelände ohne Straßen oder Deckung vor und überraschten die deutschen Streitkräfte. Die Taktik beruhte auf Nachtmärschen, gleichzeitigen Angriffen auf mehrere Bergrücken und der schnellen Ausnutzung von Lücken. Der Überraschungseffekt und die außergewöhnliche Ausdauer der afrikanischen Truppen ermöglichten es, den Feind zu überflügeln und den Weg nach Rom freizumachen.
Folgen
Der Sieg bei Monte Cassino durchbrach die Gustav-Linie und öffnete den Weg nach Rom. Der französische Beitrag wurde einhellig gelobt und steigerte das militärische Ansehen des Freien Frankreichs bei den Alliierten. Dieser Sieg trug dazu bei, die Ehre der französischen Armeen nach 1940 wiederherzustellen und demonstrierte die Wirksamkeit der Kolonialtruppen auf einem europäischen Kriegsschauplatz.