Verteidigung von Martinique
Spanischer Erbfolgekrieg (westindischer Kolonialschauplatz) · Fort-Royal, Martinique (Französische Antillen)
Zusammenfassung
Im März 1708 versucht ein britisches Geschwader eine Landung in der Nähe von Fort-Royal mit dem Ziel, die Kontrolle über Martinique, den strategischen Schlüssel zu den Französischen Antillen, zu übernehmen. Gouverneur Philippe de Courbouzon organisiert mit seiner Miliz, Kanonieren und mobilisierten Einwohnern eine schnelle Küstenverteidigung. Rund um die Festung und entlang der Küste installierte Küstenbatterien fügen den britischen Truppen bei Landungsversuchen schwere Verluste zu. Nach mehreren abgewehrten Versuchen ziehen sich die Engländer zurück, ohne dass eine nennenswerte Landung gelungen wäre.
Historischer Kontext
Die Antillen waren während des Spanischen Erbfolgekrieges einer der wichtigsten Seekriegsschauplätze. Martinique ist stark korsarenorientiert und zielt darauf ab, die französischen Versorgungslinien zu unterbrechen und die britischen Interessen in der Karibik zu sichern.
Taktik
Statische Küstenverteidigung: Aufstellung von Geschützen in Batterien auf Anhöhen mit Blick auf die Bucht. Kreuzfeuer auf sich nähernde feindliche Boote. Effektive lokale Mobilisierung mit abschreckender Positionierung rund um Landepunkte.
Folgen
Martinique bleibt unter französischer Kontrolle und bleibt ein wichtiger Stützpunkt für die Flotte und Handelsangriffe. Dieser Sieg stärkt die Fähigkeit der französischen Kolonien, sich ohne Verstärkung aus der Metropole zu verteidigen.