Schlacht an der Mareth-Linie
Tunesischer Feldzug (Zweiter Weltkrieg) · Südtunesien, zwischen Médenine und Gabès
Zusammenfassung
In der Schlacht an der Mareth-Linie standen alliierte Streitkräfte, darunter eine französische Komponente aus Afrika, deutsch-italienischen Truppen gegenüber, die in ehemaligen französischen Befestigungen aus der Kolonialzeit verschanzt waren. Nach mehreren erfolglosen Frontalangriffen entschied sich Montgomery für ein Umgehungsmanöver über die Südflanke, wo französische Streitkräfte zum Durchbruch beitrugen. Die Mareth-Linie fiel und machte die Straße nach Gabès und Tunis frei.
Historischer Kontext
Nach dem Scheitern der deutschen Offensive bei Médenine übernahmen die Alliierten die Initiative. Die Mareth-Linie, die ursprünglich zur Verteidigung Tunesiens gegen Italien gebaut wurde, wurde nun von den Achsenmächten besetzt. Die französischen Streitkräfte kannten das Gebiet gut und beteiligten sich aktiv an gemeinsamen Operationen, was ihre wirksame Rückkehr in den Befreiungskrieg markierte.
Taktik
Montgomery griff die befestigten Stellungen zunächst frontal an, ohne Erfolg. Anschließend startete er die Operation Supercharge II: ein Umgehungsmanöver in Richtung Wadi Zigzaou. Die französische Armee Afrikas trug zu diesem Durchbruch im Süden bei, indem sie feindliche Stellungen im Osten festhielt und zur Unterstützung Kolonialartillerie einsetzte. Dem kombinierten Panzer-Infanterie-Angriff ging ein Artilleriefeuer voraus. Der Feind zog sich in Richtung Wadi Akarit zurück.
Folgen
Der Fall von Mareth war ein Wendepunkt im tunesischen Feldzug. Die an der Front eingesetzten französischen Streitkräfte erlangten strategische Legitimität. Es kündigte das Debakel der Achsenmächte in Nordafrika an. Dieser Sieg beschleunigte den militärischen Zusammenschluss zwischen dem Freien Frankreich und der Armee Afrikas und bereitete zukünftige Operationen in Europa vor.