Schlacht von Libreville (Staatsstreich in Gabun)
Gabunischer Staatsstreich / Französische Auslandsoperation · Libreville, Gabun
Zusammenfassung
Nach dem Staatsstreich gegen Präsident Léon M'ba intervenierte Frankreich militärisch. Französische Fallschirmjäger stürmten die Kaserne, sicherten Librevilles strategische Punkte und stellten in weniger als 48 Stunden die Ordnung wieder her. Die Operation ermöglichte M'bas Rückkehr an die Macht im Einklang mit den französisch-gabunischen Verteidigungsabkommen.
Historischer Kontext
Die Doktrin der „Françafrique“ besagte, dass Frankreich eingreifen könne, um seine Interessen und die seiner Verbündeten zu schützen. Der gabunische Putsch galt als entscheidender Test dieser postkolonialen Politik.
Taktik
In der Nacht vom 18. auf den 19. Februar 1964 landeten französische Fallschirmjäger (CAPIMa aus Brazzaville, Teile der 6e RIAOM aus Bouar) in Libreville und griffen das Lager Baraka an, in dem sich die Meuterer verschanzt hatten. Die im Rahmen französisch-gabunischer Verteidigungsabkommen eingeleitete Intervention brachte Léon Mba am 20. Februar wieder an die Macht.
Folgen
Der französische Sieg demonstrierte die Solidität der Verteidigungsabkommen und die übernommene Rolle von Paris als „Polizist Afrikas“. Dennoch löste es international heftige Kritik am Neokolonialismus und dem Recht auf militärische Einmischung aus.