Schlacht von Kousséri 1900 • Neuzeit
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22. April 1900 Französischer Sieg

Schlacht von Kousséri

Eroberung des Tschad – Französische Kolonne des Kommandanten Lamy gegen Rabah · Kousséri, Tschadseebecken (heutiges Kamerun)

Zusammenfassung

In der Schlacht von Kousséri stellte sich die von Lamy angeführte französische Kolonne den Truppen des afrikanischen Häuptlings Rabih az-Zubayr entgegen, dem letzten großen Gegner bei der Eroberung des Tschad. Nach einem Manöver, bei dem sich Kolonnen aus dem Kongo, Niger und Algerien zusammenschlossen, kämpfte Lamy in der Nähe von Kousséri gegen Rabihs Armee. Der Kampf war erbittert: Rabih wurde im Nahkampf getötet, ebenso wie Lamy, aber der französische Sieg war total und beendete die Unabhängigkeit des Tschadbeckens.

Historischer Kontext

Die Eroberung des Tschad mobilisierte mehrere französische Expeditionen, um die Kontrolle über den See und seine Handelsrouten zu übernehmen. Rabih az-Zubayr, ein gefürchteter sudanesischer Häuptling, hatte am Südufer des Tschadsees ein Reich aufgebaut und sich den Europäern widersetzt. Die Schlacht von Kousséri symbolisierte die letzte Konfrontation zwischen Kolonialmächten und freien afrikanischen Königreichen.

Taktik

Lamy gruppierte seine Truppen neu und startete einen Frontalangriff gegen Rabihs verschanztes Lager. Die französische Artillerie eröffnete das Feuer, um die feindlichen Reihen zu zerschlagen. Der Hauptangriff wurde von Tirailleuren angeführt, unterstützt von einem Kavallerieangriff. Der Kampf endete im Handgemenge in der Mitte des Lagers, wo Lamy und Rabih einander gegenüberstanden.

Folgen

Der französische Sieg bei Kousséri vollendete die Eroberung des Tschadbeckens und integrierte diese riesige Region in Französisch-Äquatorialafrika. Es öffnete die zentrale Sahara-Route nach Frankreich und markierte das Ende großer afrikanischer Souveränitäten in der Region. Der Name Lamy wurde der Stadt Fort-Lamy (heute N'Djamena) gegeben.

Standort

Ort : Kousséri, Tschadseebecken (heutiges Kamerun)
Koordinaten : 12.081°N, 15.034°E