Schlacht von La Hougue
Krieg der Augsburger Liga · Cotentin-Küste, Ärmelkanal (Frankreich)
Zusammenfassung
Vom 29. Mai bis 4. Juni 1692 zerstörte die englisch-niederländische Flotte von Russell und Philips vor La Hougue in der Normandie zwölf französische Schiffe, die nach der Schlacht von Barfleur gestrandet waren. Tourville, der tapfer gegen eine überlegene Flotte gekämpft hatte, konnte die systematische Verbrennung französischer Schiffe bei Ebbe nicht verhindern. Die Niederlage beendete den Invasionsversuch gegen England und schwächte die Marine Ludwigs XIV. nachhaltig.
Historischer Kontext
Im Neunjährigen Krieg plante Ludwig Zwölf französische Linienschiffe liefen in der Nähe von La Hougue und Tatihou auf Grund und waren anfällig für alliierte Bootsangriffe.
Taktik
Bei Ebbe konnten gestrandete französische Schiffe nicht manövrieren. Engländer und Holländer schickten mit Granaten bewaffnete Boote und Feuerschiffe, um bewegungsunfähige Schiffe niederzubrennen. Französische Besatzungen leisteten Widerstand, konnten wiederholte Angriffe jedoch nicht abwehren. Tourville musste sich zusammen mit dem Rest der Flotte zurückziehen, ohne in Seenot geratene Schiffe zu retten.
Folgen
Frankreich verlor zwölf Linienschiffe und gab alle Invasionspläne für England auf. Die englisch-niederländische Marineüberlegenheit wurde bekräftigt; Ludwig XIV. musste seine Strategie auf die Landfronten neu ausrichten. La Hougue markierte einen Wendepunkt im Seekrieg und trug zu den Verhandlungen über den Vertrag von Ryswick (1697) bei, der den Neunjährigen Krieg beendete.