Schlacht von Guastalla
Polnischer Erbfolgekrieg · Guastalla, Herzogtum Mantua (Italien)
Zusammenfassung
Die Schlacht von Guastalla ist eine große Konfrontation zwischen französisch-sardischen Streitkräften und der österreichischen Armee. In der Po-Ebene in der Nähe von Guastalla kommt es zu Kämpfen. Nach mehreren Stunden intensiven Kampfes gelingt es den französischen Truppen, unterstützt von ihren sardischen Verbündeten, die österreichischen Linien zu umgehen, schwere Verluste zu verursachen und den Feind zum Rückzug zu zwingen.
Historischer Kontext
Während des Polnischen Erbfolgekrieges unterstützte Frankreich die Interessen des Herzogtums Savoyen und Stanislaus Leszczyńskis gegen die Habsburger. Guastalla war ein strategischer Punkt für die Kontrolle Norditaliens. Nach der Schlacht von San Pietro am 29. Juni und dem Versäumnis der Marschälle Coigny und Broglie, ihren Vorteil auszunutzen, nahmen die Imperialen die Offensive wieder auf und Graf Waldeck errang in der Nacht des 14. September einen lokalen Sieg über Coigny bei Quistello.
Taktik
Linienkämpfe mit Infanterie in Reihe, Kavallerieangriffe an den Flanken, intensiver Einsatz von Feldartillerie. Teilweise Einkesselungsmanöver führten zur Desorganisation der österreichischen Streitkräfte. Am 19. September gegen zehn Uhr griff Königsegg zunächst die französische Kavallerie des Herzogs von Harcourt an, dann die Infanterie auf dem linken Flügel; Nach mehr als acht Stunden Kampf hielten die Regimenter Dauphiné, Soufré und Picardie dem Schock stand und die Österreicher zogen sich gegen sieben Uhr abends in guter Ordnung zurück.
Folgen
Der Sieg ermöglichte es den Franko-Sardiern, ihre Präsenz in der Lombardei zu festigen, auch wenn der Krieg erst in mehreren Jahren enden sollte. Es schwächte die österreichische Position in der Region und ermöglichte günstigere Verhandlungen für Frankreich. Unter den rund 12.000 Opfern waren Prinz Friedrich Ludwig von Württemberg und die Generäle Valpareze und Colminero; Karl Emanuel III. konnte den Erfolg nicht ausnutzen und die Österreicher stabilisierten ihre Linien bei Luzzara.