Schlacht von Garua II
Erster Weltkrieg – Zentralafrikanischer Feldzug · Garua, Nordkamerun (Äquatorialafrika)
Zusammenfassung
Trotz der offiziellen Kapitulation Kameruns im Jahr 1916 leisteten mehrere deutsche Kessel im Norden immer noch Widerstand. Der Garua-Posten, der bereits einmal erobert worden war, wurde im Januar 1918 von einer deutschen Truppe erneut besetzt. Die Franzosen starteten daraufhin eine schnelle Operation, um die Festung zurückzuerobern. Der von senegalesischen Tirailleuren angeführte Angriff ermöglichte die Rückeroberung von Garua nach einer kurzen Belagerung.
Historischer Kontext
An der afrikanischen Front kam es noch lange nach den offiziellen Kapitulationen zu Scharmützeln. Die Kontrolle über Garua war von entscheidender Bedeutung, um ein Wiederaufleben des deutschen Guerillakriegs an der nigerianischen Grenze zu verhindern. Diese Schlacht entsprach der Logik der vollständigen Sicherung des afrikanischen Kriegsschauplatzes.
Taktik
Der Angriff fand im Morgengrauen statt, wobei zwei Abschnitte im Schutz der Bäume vorrückten. Leichte Artillerie (Gebirgshaubitze) beschoss Festungsstellungen. Eine Bresche wurde geöffnet und Tirailleure mit Bajonetten angegriffen. Der Feind ergab sich nach schweren Verlusten schnell.
Folgen
Der französische Sieg bei Garua vernichtete die letzten aktiven deutschen Truppen in Kamerun. Es markierte das Ende aller feindlichen Militärpräsenz im nördlichen Äquatorialafrika. Nach dem Krieg wurden Gebiete in das französische Mandat integriert.