Schlacht von Fontenoy
Österreichischer Erbfolgekrieg · Fontenoy, in der Nähe von Tournai, Belgien
Zusammenfassung
Am 11. Mai 1745 errang Marschall de Saxe in Fontenoy in Flandern einen berühmten Sieg über die anglo-hannoversch-österreichische Armee des Herzogs von Cumberland. Ludwig XV. und der Dauphin schauten von einer Schanze aus zu. Trotz der zahlenmäßigen Überlegenheit der Alliierten (etwa 50.000 bis 45.000) durchbrachen die Franzosen das feindliche Zentrum nach einem denkwürdigen Schlagabtausch zwischen dem Comte d'Auteroche und Lord Charles Hay und wehrten dann Gegenangriffe an den Flanken ab.
Historischer Kontext
Im Österreichischen Erbfolgekrieg belagerte Frankreich Tournai, die Schlüsselstadt der Österreichischen Niederlande. Cumberland marschierte mit einer Koalitionsarmee, um die Belagerung zu erleichtern. Maurice de Saxe, Oberbefehlshaber der Streitkräfte des Königs, wählte die Fontenoy-Höhen und befestigten Dörfer (Antoing, Fontenoy, Barry), um eine gestaffelte Verteidigungsposition aufzubauen, bevor er eine Gegenoffensive startete.
Taktik
Sachsen setzte mächtige Artillerie auf den Höhen ein und befestigte zentrale Dörfer. Die Alliierten griffen frontal durch die „Lücke“ zwischen Fontenoy und Antoing an; Nach dem legendären Höflichkeitsaustausch wehrten französische und irische Wachen (Dillons Brigade) englische und hannoversche Wachen ab. Die französische Kavallerie nutzte den Durchbruch im Zentrum aus; Alliierte Angriffe auf die Flanken (Wood, Barry) wurden von Graf von Löwendal und dem Marquis de Gouvernet eingedämmt.
Folgen
Der Sieg ermöglichte den Fall von Tournai, Gent, Brüssel und Ostende innerhalb weniger Wochen und festigte die französische Kontrolle über Flandern. Fontenoy wurde zum Symbol militärischen Ansehens unter Ludwig XV. und der sächsischen Kriegstheorie. Für die Alliierten beendete die Niederlage die Flandernoffensive von 1745 und stärkte das Ansehen der französischen Eliteinfanterie.