Schlacht von Fleurus
Krieg der Augsburger Liga · Fleurus, heutiges Belgien
Zusammenfassung
Französischer Sieg am 1. Juli 1690 bei Fleurus: Der Herzog von Luxemburg besiegt Waldeck und eine europäische Koalition durch eine von Kavallerie unterstützte doppelte Einschließung. Als eine der blutigsten Schlachten des Feldzugs stärkte sie die französische Vorherrschaft in den spanischen Niederlanden und das Ansehen des Marschalls.
Historischer Kontext
Am 1. Juli 1690 befehligte Marschall de Luxembourg in Fleurus (heute Belgien) etwa 35.000 Franzosen gegen eine Koalition aus Niederländern, Kaiserlichen, Spaniern und Engländern unter der Führung von General Waldeck. Die ersten Kämpfe im Krieg des Augsburger Bundes fanden am Rhein statt; Waldeck drohte Hennegau daraufhin mit einem Offensivzug.
Taktik
Dragoner-Oberst Antoine de Pompone eroberte zwei Schanzen am Ufer der Sambre und ebnete damit den Weg für Luxemburgs Sieg. Französische Kanoniere feuerten zunächst auf ihre eigenen, nicht identifizierten Infanterieregimenter, daher der charakteristische weiße Schal, der mit den Farben verbunden ist. Luxemburg führte eine doppelte Einkesselung mit intensiver Kavallerie auf den Flügeln durch.
Folgen
Die Franzosen verloren etwa 3.600 Mann; die Alliierten mehr als 20.000, darunter 8.000 Gefangene. Die Franzosen erbeuteten 48 Kanonen und 150 Farben. Dennoch gelang es Waldeck, sich nach Brüssel zurückzuziehen und bis August 50.000 Mann wieder zusammenzustellen. Wilhelm III. von Oranien landete daraufhin in den Niederlanden, um das Kommando gegen Frankreich zu übernehmen.