Belagerung von Damaskus 1148 • Hochmittelalter
Die Schlacht entdecken
1148-07 Französische Niederlage

Belagerung von Damaskus

Zweiter Kreuzzug – Offensive gegen Damaskus · Damaskus, Syrien

Zusammenfassung

Vom 24. bis 28. Juli 1148 umzingelten die Armeen von Ludwig VII., Konrad III. und Balduin III. Damaskus. Nachdem sie die westlichen Obstgärten erobert hatten, installierten sie Belagerungsmaschinen und Palisaden, erlitten jedoch heftige Gegenoffensiven unter der Führung von Mu'in ad-Din Unur. Aus Angst vor der Ankunft zengidischer Verstärkungen verlegten die Kreuzfahrer ihr Lager nach Südosten. Das Manöver schlägt fehl und die Belagerung wird in Verwirrung erhöht.

Historischer Kontext

Das Konzil von Akkon (Juni 1148) beschloss, Damaskus anzugreifen, um die wichtigste muslimische Macht in der Nähe Jerusalems zu neutralisieren. Die Stadt, einst ein Verbündeter der Franken, rückte nach dem Fall von Edessa näher an Nur ad-Din heran. Die Kreuzfahrer kamen erschöpft und gespalten an: Rivalitäten zwischen Franzosen, Deutschen und ausländischen Baronen, Misstrauen gegenüber den Byzantinern und Nahrungsmangel während des syrischen Sommers.

Taktik

Die Kreuzfahrer nutzten zunächst bewässerte Obstgärten, um ihre Linien zu etablieren; Die Damaszener fällten die Bäume, um das Feuerfeld freizumachen, nutzten die Kanäle, um die Zufahrten zu überfluten, und starteten Bogenschützeneinsätze. Die Verlagerung nach Südosten, zu höheren Mauern ohne Maschinen, lässt die Armee ungeschützt zurück; Die Ankündigung der Ankunft der Zengid-Vorhut löst den Rückzug aus.

Folgen

Das Scheitern diskreditierte den Zweiten Kreuzzug: Ludwig VII. und Konrad III. gingen ohne Ruhm davon, die lateinischen Fürsten verloren das Vertrauen der muslimischen Verbündeten und Damaskus schloss sich dem Zengid-Lager an. Die Vereinigung Syriens unter Nur ad-Din und dann Saladin wurde möglich und bereitete die Katastrophe von Hattin im Jahr 1187 vor. Im Westen ließ die Begeisterung für neue Kreuzzüge nach.

Standort

Ort : Damaskus, Syrien
Koordinaten : 33.5138°N, 36.2765°E