Schlacht von Cocherel
Hundertjähriger Krieg (Unterstützung Karls V. gegen Karl den Bösen) · Cocherel, in der Nähe von Évreux (Normandie, Frankreich)
Zusammenfassung
Am 16. Mai 1364 errang Bertrand du Guesclin bei Cocherel in der Eure einen entscheidenden Sieg über die mit den Engländern verbündeten Truppen des Königs Karl II. des Bösen von Navarra. Die Schlacht, die während des Hundertjährigen Krieges und des Bretonischen Erbfolgekrieges ausgetragen wurde, festigte die Autorität des Dauphin Karl (später Karl V.) und machte Du Guesclin zum obersten Heerführer Frankreichs.
Historischer Kontext
Nach der Gefangennahme von Johannes II. bei Poitiers (1356) war das Königreich zwischen Fraktionen zerrissen: Dauphin Charles, Navarra, Burgunder und Engländer. Karl II. von Navarra, verbündet mit Eduard III., kontrollierte Lehen in der Normandie und bedrohte Paris. Der Dauphin beauftragte Du Guesclin mit der Reduzierung der Macht der Navarresen; Cocherel an der Eure wurde zum Schlachtfeld.
Taktik
Du Guesclin positionierte seine Truppen defensiv und wartete auf den Angriff der Navarresen. Navarrese griff wiederholt an; Du Guesclin nutzte die Tiefenverteidigung und ermüdete den Feind, bevor er einen Gegenangriff mit Kavallerie und Infanterie startete. Die Niederlage der Navarresen war vollständig: Karl der Böse musste verhandeln und seine Ambitionen auf den französischen Thron aufgeben.
Folgen
Cocherel stärkte die Autorität des Dauphin und ebnete den Weg zur königlichen Rückeroberung. Du Guesclin wurde 1370 zum Constable von Frankreich ernannt und führte die „Petite Guerre“-Strategie an, die die Engländer erschöpfte. Die Schlacht markierte den Beginn der militärischen Wiederherstellung Frankreichs nach den Katastrophen von Crécy, Poitiers und Agincourt.