Schlacht von Caen
Schlacht um die Normandie (Zweiter Weltkrieg) · Caen, Calvados, Normandie, Frankreich
Zusammenfassung
Von Juni bis Juli 1944 standen sich in der Schlacht von Caen die britischen und kanadischen Streitkräfte von Marschall Montgomery den deutschen 12. SS-Panzer- und Panzer-Lehr-Truppen gegenüber. Montgomery hatte versprochen, Caen am D-Day einzunehmen; Die Stadt fiel erst nach sechswöchigen städtischen Kämpfen und zwei großen Operationen (Epsom, Charnwood, Goodwood).
Historischer Kontext
Caen war der Dreh- und Angelpunkt des deutschen Verteidigungseinsatzes in der Normandie: Seine Einnahme würde die Caen-Ebene in Richtung Paris öffnen. Rommel konzentrierte seine besten Panzerdivisionen, um die Stadt zu halten. Montgomery nutzte Caen als Anziehungspunkt, um Panzerdivisionen festzunageln und so den amerikanischen Durchbruch im Westen zu erleichtern (Cobra).
Taktik
Die Kämpfe wechselten zwischen britischen Offensiven (Epsom, Jupiter, Charnwood) und deutschen Gegenangriffen. Die Operation Goodwood (18. Juli) schickte 1.500 Panzer gegen Bourguébus, scheiterte jedoch an Panzerabwehrkanonen. Caen wurde schließlich am 9. Juli (Charnwood) eingenommen und am 20. Juli nach Häuserkämpfen vollständig befreit.
Folgen
Die deutsche Fixierung auf Caen ermöglichte es Bradley, Cobra vorzubereiten. Die Stadt wurde durch alliierte Bombardierungen weitgehend zerstört (2.000 Zivilisten getötet). Die Schlacht von Caen verdeutlicht die Schwierigkeit des Bocage- und Stadtkampfes gegen eine entschlossene Panzerverteidigung.